Macht Akquise noch Sinn?

Dieses Thema im Forum "Freelancer Forum" wurde erstellt von red_life, 04.10.2004.

  1. red_life

    red_life Thread Starter MacUser Mitglied

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    Ich wollte mich mal umhören, was andere Freie an Akquise-Aktionen starten. Ich habe über 1,5 Jahre hin und wieder auch Jobs über Portale bekommen, musste aber feststellen, dass man mittlerweile mit Stundenhonoraren von 12 euro aus dem Rennen geschubst wird. Die Lösung kann doch nicht sein, sich dem Preiskampf anzuschließen, oder? Im Gegensatz dazu habe ich bei Freunden gehört, dass auch kreative Akquise-Aussendungen mittlerweile im Nirvana versinken. Muss man sich jetzt ausschließlich an die bestehenden klammern? Mich interessiert sehr, was andere für Erfahrungen gemacht haben.
     
  2. xenayoo

    xenayoo MacUser Mitglied

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    Gestattest du mir die dumme Frage: Aquise in welchem Bereich?
     
  3. red_life

    red_life Thread Starter MacUser Mitglied

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    Ich bin freie Grafikdesignerin. Das hätte ich vielleicht sagen sollen... Sorry!
     
  4. xenayoo

    xenayoo MacUser Mitglied

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    Brauchst Dich nicht zu entschuldigen.
    Aber meine Meinung: Es ist eine Frage der Qualität. Wenn du was kannst und bist Dir dessen sicher, bekommst du deinen Preis auch. Es ist in vielen Berreichen so. Ich glaube zwar, dass ich einige Grafiken machen kann, aber als Designer würde ich mich nie verstehen. Ich weiß aber, dass es Berreiche gibt, wo man noch wirklich gut verdienen kann, und da lohnt sich auch Aquise. Allerdings macht das dann auch richtig Arbeit.
    Allgemein gesprochen - das kennst du sicher - sollte man Neukunden gewinnen aber Altkunden pflegen - denn die wissen, was deine Leistungen wert sind!
     
  5. Dr. NoPlan

    Dr. NoPlan Gast

    Aquise war, ist eine 50:50 Nummer.
    Von einer Telefon-Aquise halte ich nichts. Da muss man schon sehr
    viel Glück haben, das der Marketingleiter gerade gute Laune hat und /oder
    nicht gerade denn 100ertsen Anruf mit gleichem Anliegen bekommen hat.
    Aber ein Kollege von mir hatte damit mal Erfolg gehabt - das Stecknadelprinzip!

    Allerdings E-Mails tun nicht weh. Trotzdem würde ich es eher mal bei Agenturen
    versuchen, weil Die spätestens Anfang 2005 wieder in Jobs ersticken werden.

    Es wird sich was tun!

    Edit: Willkommen bei macuser.de ;)
     
  6. Sörnäinen

    Sörnäinen MacUser Mitglied

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    Dr. NoPlan: Woher kommt denn der Optimismus?
    Weißt Du was, was ich nicht weiß????
     
  7. Al Terego

    Al Terego MacUser Mitglied

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    Hi.

    Meine persönliche Erfahrung:
    Über Internet-Portale wie neuekoepfe.de u.ä. habe weder ich noch irgend jemand professionell arbeitender in meinem Umfeld einen Auftrag bekommen.
    Auch nicht über solch seltsamen Kontakt-Portale wie openbc.

    Das einzige was es wirklich bringt sind Empfehlungen von zufriedenen Kunden. Seid Euch nicht zu schade, den Satz "Empfehlen Sie mich bitte weiter." nett verpackt anzubringen, wenn Ihr mit einem Job durch seid. Es lohnt sich.

    Das hilft einem Neueinsteiger jetzt nicht wirklich weiter, aber so läufts. Und dann kommt auch wesentlich mehr dabei rum als 12 Euro.

    Gruß, Al
     
  8. fischlunge

    fischlunge MacUser Mitglied

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    Ich persönlich bin inzwischen der Meinung, dass zumindest der Rücklauf bei Werbemailings im Promille-Bereich liegt …

    Leider wichtiger sind halt – wie überall – Beziehungen. Und zufriedene Kunden, die weiterempfehlen.
     
  9. sevY

    sevY Gast

    Hi,

    ich weiß von einer Designstudentin hier aus dem Portal, das sie mit diversen Job- und Freelancerportalen Erfolg gehabt hat.
    Allerdings sind das meines Erachtens teilweise auch fragwürdige Bedinungen, was die Nutzungsrechte ihrer Arbeit angeht. Aber nun gut.

    Ich werde diese Portale auch mal in Anspruch nehmen… quasi für die Brotjobs.

    Anfang dieses Monats haben ein befreundeter Designer und ich eine Designagentur gegründet. Aufgrund des hohen Standards, den wir uns gesetzt haben, ist es selbstredend, das man Dinge wie Texten, Marketingstrategie, Audiobranding etc. an Fachleute weitergibt und sich nur auf das beschränkt, was man wirklich gut kann.
    Meist ergeben sich durch solche Kooperationen Jobs. Netzwerkprinzip eben.
    Man teilt sich die Kunden quasi, welches nur von Vorteil für den Kunden ist. Der jeweilige Auftragsannehmende fungiert als Ansprechpartner und verteilt in eigenem ermessen dann die einzelnen Jobs. Muss natürlich auch ein entsprechend großes Projekt sein, damit jeder etwas verdient.

    Ansonsten… irgendwann sind ja auch alle Bekannten, Verwandten etc abgeklappert, für die man eher for Fame als für Geld gearbeitet hat… zb. die LocalHero Band des Bruders, die Autowerkstatt des Vaters, der Bäckerladen der Schwiegermama…

    Was aber absolut wichtig ist und auch das A&O bedeutet, sind meiner Meinung nach Kontakte.
    Ich hab zb. durch meine freie Mitarbeit in einem Tonstudio viele Bands und Leute aus Verlagen kennengelernt, die hin und wieder mal nach einen CD Cover Design, Plakatentwurf oder sogar komplette Darstellung einer Band fragen. Und das spricht sich wiederum weiter.
    Wichtig ist also, immer alle Fühler auszustrecken.
    Ideal ist natürlich, wenn man einen empathiefähiges Chameleon als Kontakter im Team hat, der mal mit dem Sänger der Band auf einem Level beim Bier seine Dienste in entsprechender Weise verkauft und einen Tag später im Boss Anzug mit Porsche in der Marketingabteilung einer Versandhauskette vorspricht und den dort erwünschten „Geschäftspartner“ mit allen Facetten und Statussymbolen präsentiert.
    Aber wer hat das schon?

    Was sich auch sehr gut macht sind zb. „Schreiben“ an Firmen, vorzugsweise auf schönem Papier mit sauberen Layout und gewählter Wortwahl. Nicht übertreiben, nicht untertreiben. Halt immer schön „du selbst“ sein und trotzdem ein wenig dem Gegenüber anpassen. Fuckin' Business eben. Hehe.

    Visitenkarten, so dumm das auch klingt, sind ebenfalls gut. Und dann viel unter Leuten sein, Interesse wecken… aber nicht zu aufdringlich. Eine Karte ist schnell mal vergeben. Sei es beim Freund, der grad mit der Band im Tonstudio ist, die beste Freundin, die beim Verlag eine Ausbildung macht… und halt immer mit dem „Held im Zelt“ ein wenig schnacken.

    Ich glaub so geht das… keine Ahnung ;) Im Film ist das immer so :D.

    Eine illustrative und informative Website ist auch ein sehr mächtiges Werkzeug. Oder Postkarten, die man zb. in Kneipen for free mitnehmen kann.

    Das fällt alles in den Bereich der „Selbstvermarktung“, was so gut wie es geht, ausgeübt werden sollte. Ob man das jetzt nach „Guerilla Taktik“ (Ogilvy & Mather sollen so angefangen haben) oder zurückhaltend macht… das muss man selbst entscheiden.

    Unsinnig halte ich allerdings Telefonanrufe, Faxabrufe und Massmailings… für die gestalterische Branche ist das irgendwie sehr unseriös.

    Als kreativer Freelancer würde ich zb. bei einer großen Firma auf dem WC überall Papierhandtücher und Klopapierrollen mit deinem Namen bedrucken und aufhängen… hat mal jemand gemacht und so Jobs bekommen. Aber auch fragwürdig, wenn man mit deinem Namen sich den „Arsch“ abwischt. Wäre was für Alfons vom Horizont… hehe.

    Naja… was rede ich noch viel… das meiste wurde ja auch schon gesagt.

    Liebe Grüße

    Yves
     
  10. Al Terego

    Al Terego MacUser Mitglied

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    Hi Yves.

    Jo, hast viel geredet. Aber mit meinen Gedanken im Takt. :D

    Was wirklich wichtig ist und was viele Neueinsteiger noch nicht verstanden haben (woher auch) ist, dass man mit den von Dir beschriebenen Jobs für den kleinen Mittelständler um die Ecke nicht die Kohle zusammen bekommt, die man zum Leben eben braucht. Aber das ist ja gerade das zweischneidige Schwert: Irgendwie muss man ja mal anfangen. Am besten tut man das als Angestellter, wenn man noch keine Connections hat. Und baut dann später auf seinem Ruf auf. Wenn er denn gut ist. :)

    Trotzdem viel Glück und Erfolg beim Baggern an alle. Wir haben uns nicht gerade die rosigsten Zeiten ausgesucht.
    Aber wie sagte mir vorhin noch ein Kunde. "Lassen Sie uns jetzt mal in Lösungen denken." That's it.

    Al
     
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