Kunde möchte von Vertrag zurücktreten ...

Dieses Thema im Forum "Freelancer Forum" wurde erstellt von ses, 17.01.2007.

  1. ses

    ses Thread Starter MacUser Mitglied

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    Hallo,

    habe im Oktober einen Auftrag über 1.500 Euro (netto) für eine Firmenseite + Online-Shop angenommen. Um dem Kunden entgegen zukommen wurde eine gestaffelte Zahlung vereinbart:

    01.11 - 750 Euro
    01.12 - 375 Euro
    01.01 - 375 Euro

    Aufgrund von terminlichen Problemen (auch seitens des Kunden) hat sich das jedoch immer weiter nach hinten geschoben. Des Weiteren wollte der Kunde mir ein Logo zukommen lassen (Logo bestand noch nicht und sollte aus Kostengründen extern erstellt werden). Sobald dieses Vorlag war Vereinbart, dass ich mich an das Layout der Seite machen - das Logo habe ich jedoch bis heute nicht.

    Nun möchte der Kunde das ganze von einer anderen Firma (*total billig*) umsetzten lassen.

    Der Kunde wurde mehrmals von mir besucht, Konzepte wurden ausgearbeitet, Handout für Kunden mit allen Funktionen, CMS ist soweit fertig und weitere Leistungen sind bereits erfolgt von daher erwarte ich nun eine Aufwandsentschädgigung für meine Leistung.

    Habe an 1/3 der vereinbarten Summe - also 500 Euro gedacht.

    Wäre das rechtlich in Ordnung oder gibt es bestimmte Summen / % Begrenzungen? Hat jemand etwas vorformuliertes für mich?

    Würde mich über Tipps freuen, wie ich am besten Vorgehen soll.


    Gruß
     
  2. scuba

    scuba MacUser Mitglied

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    Hast DU einen schriftlichen Vertrag? Hast Du ein Gewerbe? Hast Du AGB?
     
  3. kiltergrend

    kiltergrend MacUser Mitglied

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    Konzeptionell hättest du schon mit der Seite anfangen können ohne das Logo zu haben. Abgesehen davon würde ich sagen, dass er mit 500 € verdammt gut bei der Sache wegkommt, bei den bereits erbrachten Leistungen!
     
  4. avalon

    avalon MacUser Mitglied

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    1500 sind ja gar nichts für einen Internetauftritt...

    Aprospos Tritt.

    Trete den Kunden in den Arsch, denn er ist einer!

    Falls ein konkretes Angebot und eine konkrete Bestellung vorliegen würde ich die Rechnung schreiben und nach der Zahlungsfrist direkt das gerichtliche Mahnverfahren beantragen. Das kostet dich ein paar Euro und deinen feinen Kunden Nerven und Geld.
     
  5. MacEnroe

    MacEnroe MacUser Mitglied

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    Rechtlich kann der Kunde nur vom Vertrag zurücktreten, wenn er
    gewichtige Gründe hat, die du nicht verantworten musst.

    Ob du damit vor Gericht ziehen willst, ist die andere Frage...

    Ich würde ihm plausibel darlegen, was du bereits an Arbeitsstunden
    in das Projekt gesteckt hast (schriftlich), und ihm nahelegen, dass
    es besser ist, dort jetzt weiterzumachen. Ansonsten... 500 EUR fällig
    etc., wenn der Vertrag aufgelöst werden soll.

    Du kannst nicht mehr machen als es probieren und dein Verhandlungs-
    und Überzeugungs-Geschick beweisen. Viel Glück!
     
  6. ses

    ses Thread Starter MacUser Mitglied

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    Hallo,

    bin freiberuflich, Vertrag wurde mündlich geschlossen (Leistungsumfang usw. später dann aber schriftlich noch mal ausgearbeitet und vorgestellt - als Pflichtenheft angenommen). Ihm war von Anfang an wichtig, dass er günstig weg kommt und da ich noch Kapaitäten frei hatte hab ichs halt angenommen ... nun hat er irgend einen Dorfheini gefunden der ihm nen kostenlosen fertig Shop aufsetzt (soweit ich das nun in Erfahrung bringen konnte)

    Die Zahlungsziele / den Zahlungsplan habe ich ihm per Mail nach dem Gespräch zukommen lassen. Meine AGB sind auf meiner Internetseite einsehbar.

    (Stornierungen durch den Auftraggeber sind nur mit schriftlicher Zustimmung des Auftragsnehmers möglich. Ist der Auftragsnehmer mit einem Storno einverstanden, so hat er das Recht, neben den erbrachten Leistungen und aufgelaufenen Kosten eine angemessene Stornogebühr zu verrechnen.)

    500 Euro sind das mindeste was ich erwarte, da ich schließlich auch Kosten hatte. Frage ist, wie ich das am besten formuliere und ob es rechtliche Einschränkungen in der Höhe der Stornogebühr gibt.

    Gruß
     
  7. Franken

    Franken MacUser Mitglied

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    wie sieht es denn aus - wird dies "total billige" Firma Dein Konzept umsetzten? Ist es dem Kunden klar, dass das so nicht geht ohne Deine Einwilligung?

    "...und aufgelaufenen Kosten eine angemessene Stornogebühr zu verrechnen.)
    ..."

    mit der Formulierung stellst Du Dir selbst ein Bein. Was ist denn "angemessen"? Wer legt das fest? und wie hoch soll das sein?

    Ganz schlecht. Würde ich schnellstens ändern.

    Und dass Deine AGBs auf Deiner Seite einsehbar sind reicht sicher nicht aus - ausser Du hast in Deinem schriftlichen Angebot ausdrücklich darauf hingewiesen, hast Du?

    Egal was Du jetzt auch immer machst:
    alles immer schriftlich!

    Viel Glück
    Franke
     
  8. ses

    ses Thread Starter MacUser Mitglied

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    Nicht in der Form- was genau gemacht werden soll weiß ich nicht. G
    Höchstens vom Grundsatz Firmenseite + Shop ...
     
  9. snow.maddus

    snow.maddus MacUser Mitglied

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    Tschuldigung das ich nicht zum klären der eigentlichen Frage helfen kann, aber AGBs gibt es nicht. Oder soll das Allgemeine Geschäftsvedingungens heißen...

    MfG
    snow.maddus
     
  10. MacBrain

    MacBrain MacUser Mitglied

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    auch mit den besten Freunden mache ich Verträge…
    … nach einigen Erfahrungen mit "Freunden"…

    und eine angemessene Anzahlung vor Arbeitsbeginn des Projekts!

    Gruss aus der Schweiz

    Christian
     
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