kosten bei selbstständigkeit

Dieses Thema im Forum "Freelancer Forum" wurde erstellt von .mac, 30.12.2005.

  1. .mac

    .mac Thread Starter Gast

    hallo,

    ich denke gerade daran, mich selbstständig zu machen (einzelfirma im edv bereich).
    was kommen da an ausgaben auf mich zu? renten- und krankenversicherung ist klar, aber was kommt da sonst noch an steuern und so weiter?

    danke :)
     
  2. nicolas-eric

    nicolas-eric MacUser Mitglied

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    daas ist zu kompliziert um das zu beschreiben.
    das gibt kostenlose infobroschüren vom bundesministerium für wirtschaft und arbeit per post (oder aber ach als pdf).

    [DLMURL]http://www.bmwi.de/Navigation/Service/Bestellservice/publikationen-existenzgruender.html[/DLMURL]
     
  3. 38102

    38102 MacUser Mitglied

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    Du kannst Dich bei der gesetzlichen Kranken- und Rentenversicherung versichern. Die Rendite ist zwar nicht so gut wie bei einer privaten Versicherung, aber dafür ist der Leistungskatalog besser. Aber beachte, die Rechenbeispiele von privaten Rentenversicherungsunternehmen bestehen in den wenigsten Fällen einer juristischen Prüfung. Je nach dem wieviel Geld Du übrig hast, würde ich Dir zu einer Kombination zwischen der gesetzlichen und einer privaten Rentenversicherung raten.

    Für die Beitragsberechnung kannst Du wählen, ob als Beitragsbemessungsgrundlage das tatsächliche Einkommen Deiner selbstständigen Tätigkeit zugrundegelegt wird oder der sog. Regelbeitrag, also der Durschnittsverdienst aller Versicherten.

    Bsp.: Beitragsberechnung aus dem tatsächlichen Einkommen (Rente)

    Einkünfte aus selbstständiger Tätigkeit jährlich 40.000 €

    x 19,5 % Beitragssatz = 7.800 €

    Demnach müsstest Du 650,50 € mtl. (7.800 € : 12) Rentenversicherungsbeiträge zahlen.

    Bsp.: Beitragsberechnung aus dem Regelbeitrag (Rente)

    Regelbeitrag für das Jahr 2006 29.400 € x 19,5 % : 12 Mon. = 477,75 € mtl.

    Außerdem besteht für Dich als "Neuunternehmer" in den ersten drei Jahrn nach Aufnahme der selbständigen Tätigkeit die Möglichkeit, Beiträge aus dem halben Regelbeitrag zu zahlen, also 238,88 €.

    Generell ist jedoch zu beachten, dass die Versicherungspflicht solange besteht, wie die selbstständige Tätigkeit ausgeübt wird. Also Du kannst zum Beispiel nach fünf Jahren nicht sagen, Du willst Dich ausschließlich nur noch privat versichern.

    Bei der Krankenversicherung ist alles viel komplizierter. Bei privaten Krankenversicherungsunternehmen ist es so, dass Du während Deiner "jungen" Jahre, in denen Du weniger Krankenheiten hast weniger zahlst, da diese nicht umlagefinanziert ist. Im Alter kann es Dir jedoch passieren, dass Du dann mal schnell 500 € oder 600 € mtl. Krankenversicherungsbeitrag zahlen musst. Des Weiteren ist auch Dein Familenstand und Dein Alter von Bedeutung. Denn ein Kind oder eine nicht erwerbstätige Frau, kosten im Gegensatz zur beitragsfreien Familenversicherung der gesetztlichen Krankenversicherung ordentlich extra Geld.

    Unumstritten ist, dass Du als Privatpatient noch besser behandelt wirst. Aber die Sache kostete wirklich eindeutig mehr Geld. Zwar werben die privaten Krankenversicherungsunternehmen damit, dass Du Dich für nur 150 € mtl. krankenversichern kannst, aber wie schon geschrieben im Alter wo wir wahrscheinlich alle nicht mehr soviel Geld haben, kostet Dich eine private Krankenversicherung deutlich mehr.

    Falls Du die Idee jetzt kommen solltest, Dich in Deinen jungen Jahren privat zu versichern und den späteren Jahren gesetzlich, dann lass Dir gesagt sein, dass nach einem gewissen Zeitraum für Dich keine Möglichkeit besteht, Dich freiwillig in der gesetzlichen Krankenversicherung zu versichern.

    Fazit: eine private Krankenversicherung ist eine tolle Sache, aber ich bezweifel, dass sich die Meisten diese auch im Alter tatsächlich auch noch leisten können.
     
  4. .mac

    .mac Thread Starter Gast

    danke euch beiden für die guten infos!
    was die kv betrifft - da ich überbrückungsgeld beantrage, bin ich verpflichtet, in der gesetzlichen zu bleiben.
    in sachen rv werde ich wohl das "angebot" mit dem halben regelbeitrag annehmen und zusätzlich weiter in meine schon vorhandene private rv einzahlen.

    ich hoffe ihr verzeiht mir die fragerei, ich habe (das ist wohl normal) die hosen schon etwas voll. ich bin recht geschickt in meinem fach und habe verkaufstalent sowie einen kundenstamm. aber in sachen steuern und abgaben bin ich halt etwas grün hinter den ohren. (IHK kurs ist aber schon gebucht *g*)

    was steuern betrifft - ich muss doch als unternehmer die eingenommene mehrwertsteuer/umsatzsteuer ans finanzamt abführen. und meine betriebsmittel kann ich steuerlich geltend machen. wie genau geschieht dies? bekomme ich das auch monatlich wieder oder nur nach dem jahresabschluss?
     
  5. 38102

    38102 MacUser Mitglied

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    ... sehr gute Entscheidung!!!
     
  6. THX1138

    THX1138 MacUser Mitglied

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    Wenn Dein Einkommen unter die Pflichtversicherungsgrenze sinkt, kannst Du allerdings in den sogenannten Basistarif wechseln, der in Preis und Leistung mit der gesetzlichen Krankenversicherung vergleichbar ist. Und weiterhin werden natürlich auch Rücklagen für das Alter gebildet, die sich dann Beitragssenkend auswirken. Dumm nur, wenn Du dann mit 55 die Versicherung wechselst. Dann freut sich jemand anderes darüber.
     
  7. Lorea

    Lorea MacUser Mitglied

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    Oh no no, da bin ich anders informiert. Du musst nach den 3 Pflichtjährchen nicht in die gesetzliche Rentenkasse zahlen, das sagen die nur am Telefon weil sie das gerne hätten. Ich hab meinen Steuerberater gefragt. Der wusste nix davon. Und die die ich kenne die schon länger selbstständig sind auch nicht...
     
  8. 38102

    38102 MacUser Mitglied

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    Was denn bitte für drei Pflichtjahre???

    Die Versicherungspflicht auf Antrag für Selbstständige gem. § 4 Abs. 2 SGB VI (von der haben wir ja gesprochen) endet mit Ablauf des Tages, mit dem die Voraussetzungen weggefallen sind, also die Selbstständigkeit aufgegeben wird. (siehe § 4 Abs. 4 Satz 2 SGB VI)

    In der Abreitslosen- und Krankenversicherung gibt es sicherlich andere Regelungen.

    Wir haben hier jedoch nur das Thema Rentenversicherung behandelt.

    Wenn jemand Fragen dazu hat, geht er am Besten in eine Auskunfts- und Beratungsstelle der Deutschen Rentenversicherung und lasst Euch beraten.

    Mir sind sehr, sehr wenige Steuerberater bekannt, die sich wirklich gut mit dem Sozialversicherungsrecht auskennen...

    Übrigens, was hätten "DIE" denn Gerne??? Falls Du in letzter Zeit mal tanken warst, hast Du sicherlich gemerkt, dass unser Sozialversicherungssystem sich alleine nicht mehr finanziert. Es ist für den Staat ein sehr großes Zuschussgeschäft. Deshalb zahlen wir auch alle eine sehr hohe Mineralölsteuer...

    Wenn man also als Selbstständiger zu dem Entschluss kommt, dass er sich nicht ausschließlich auf die ach so tollen Versprechungen irgendwelcher Versicherunsunternehmen sich alleine zu verlassen und sich gesetzlich rentenzuversichern, macht also der Staat rein betriebswirtschaftlich gesehen, ein weiteres Verlustgeschäft. Somit ist Deine Argumentation für mich nur unverständlich.

    Außerdem macht es absolut keinen Sinn nach drei Jahren die Pflichtversicherung zu beenden. Dann besteht vielleicht für ein paar Monate weiterhin noch ein Erwerbsminderungsrentenanspruch, aber mehr auch nicht.
     
  9. Lorea

    Lorea MacUser Mitglied

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    Hallo 38102,

    wenn man als sogenannter "Ich-AG-Gründer" den Zuschuss erhalten will, ist die Vorraussetzung dass man in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen muss. Der Zuschuss gilt 3 Jahre, danach ist man laut meinen Erkundigungen nicht mehr verpflichtet. Ich bezahle ehrlich gesagt lieber in eine private Rentenversicherung ein, bei der ich durch meinen Vertrag sicher sein kann, dass ich wenn es soweit ist mein Geld auch bekomme. "Die" hätten natürlich gerne dass jeder Selbstständige in die Kasse mit einzahlt, ist doch klar : )

    gruss, lorea
     
  10. 38102

    38102 MacUser Mitglied

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    Hallo Lorea,

    bei diesem Thema ging es um die Versicherungspflicht von Selbstständigen auf Antrag und nicht um das Thema "Ich AG".

    Das ist rein rechtlich gesehen ein sehr großer Unterschied!!!

    Diesbezüglich stimmen jedoch Deine Ausführungen. Für die Dauer eines Zuschusses besteht gem. § 2 Abs. Nr. 10 SGB VI für selbstständige "Ich AG´ler" Versicherungspflicht kraft Gesetz.

    Die hat jedoch absolut nicht mit einer Versicherungspflicht für Selbstständige gem. § 4 Abs. 2. SGB VI zu tun!!!
     
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