J2SE Runtime Environment für Ubuntu PPC?

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  1. Eidex

    Eidex Thread Starter MacUser Mitglied

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    Hi,

    wie kann ich unter Firefox das J2SE (Ubuntu) installieren?

    Für PC's wäre das die sun-j2re1.5, was passt für PPC?

    lg
     
  2. Maveric

    Maveric MacUser Mitglied

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    Entweder ein altes Blackdown Java 1.3.1 oder ein relativ aktuelles IBM Java 1.4.2. Für beides gibt es Anleitungen in diversen Ubuntu Foren.

    Pakete die das SUN Java, egal ob 1.5.x oder 1.4.x für PPC zur Verfügung stellen sind mir ebenfalls nicht bekannt.
     
  3. Eidex

    Eidex Thread Starter MacUser Mitglied

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    Angeblich funktioniert Firefox aber erst mit V1.5, ich werde einmal einen anderen Browser ausprobieren.

    lg
     
  4. Maveric

    Maveric MacUser Mitglied

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    Würdest du statt Ubuntu gleich das Original nutzen würde Firefox laufen. Firefox läuft bei mir Debian Sarge in Version 1.0.4 mit IBM Java 1.4.2 und er läuft sogar mit dem Blackdown Java 1.3.1.

    Kann aber sein, daß die Ubuntu's das geändert haben, dann ist das aber auf deren Mist gewachsen und ganz sicherlich nicht bei Debian.
     
  5. Eidex

    Eidex Thread Starter MacUser Mitglied

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    Ich muss anscheinend einen symbolischen link auf das java verzeichnis setzen, hab das nur noch nicht ganz hinbekommen.
     
  6. Maveric

    Maveric MacUser Mitglied

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    Tschuldige die verspätete Antwort, aber in den letzten zweit Tagen war zu den Zeiten zu denen ich Zeit hatte der Server meist ausgelastet.

    Einen symbolischen Link setzt du mit

    ln -s [Quelldatei] [Zieldatei]

    Mehr steht entweder in "man ln" oder in einem Buch wie "Linux in a Nutshell" aus dem O'Reilly Verlag.

    Paß aber auf gerade der symbolische Link auf Java ist bei Mozilla Browsern nicht trivial und schau dir die Beispiele, die gibt es, in den Linuxforen an und lies dort auch wo der typische Fehler ist und wie du den umgehst, lösen kannst, wenn auch Du reintappst. Ich hab das auch nicht auf Anhieb richtig verlinkt.

    Es ist noch kein -nix/BSD Guru vom Himmel gefallen und wenn du Eigeninititative zeigst, was das lesen von Handbüchern ja ist, dann wird dir auch gerne geholfen, wenn Verständnisprobleme hast oder oder.
     
  7. ratti

    ratti MacUser Mitglied

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    Ich nutze zwar nicht Ubuntu, sondern Debian, aber mit guter Chance klappt es auch dort...

    Es gibt ein Paket namens "java-package", mit dem lassen sich die normalen Downloads von den Java-Herstellern in "anständige" Debian-Pakete konvertieren:

    # apt-get install java-package

    $ fakeroot make-jpkg jre-1_5_0_02-linux-i586.bin

    dpkg -i sun-j2re1.5_1.5.0+update02_i386.deb


    Gruß,
    Ratti
     
  8. Maveric

    Maveric MacUser Mitglied

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    @ratti: Danke für den Hinweis. Hab es zwar auf der Debian Liste gelesen, dass es dieses Paket gibt und auch die Anleitung zum konvertieren wollte aber bisher getreu dem Motto "Never change a running system" und wegen Tests für OpenOffice.org diese Methode noch nicht angehen.

    Mal schauen, vielleicht schaff ich es ja mal die Tage und bin gespannt wie es sich auf OpenOffice.org auswirkt und natürlich auch auf die Mozilla Browser.

    Können die Mozilla Browser das so installierte SUN Java nutzen? Das IBM Java funktioniert nur mit Opera nicht aber mit Mozilla. Blackdown funktioniert zwar mit FireFox aber ist doch etwas älter.
     
  9. ratti

    ratti MacUser Mitglied

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    Debian (und vermutlich auch Ubuntu?) verwenden ein System von "alternatives", um konkurrierende Programme zu handhaben.

    Auf vielen anderen Systemen würde man das Javaplugin entweder direkt in den Firefox-Plugin-Ordner kopieren, oder es zumindest mit ln versoftlinken. Unter Debian macht man das NICHT.

    Debian enthält einen Order "/etc/alternatives". Dort legen konkurrierende Programme ihre Links an. Mit dem Tool "update-alternatives" entscheidet man sich für die zu verwendende Version.

    Beispiel: Auf meiner Kiste ist XFCE, KDE und Gnome. Woher soll das System wissen, welchen Desktop er starten soll?
    Ganz einfach: Er startet "/etc/alternatives/x-session-manager". Das ist dann bloß ein link auf den von mir gewünschten Desktop. Den setzt man mit:

    Code:
    ratti:/etc/alternatives# update-alternatives --config x-session-manager
    
    There are 3 alternatives which provide `x-session-manager'.
    
      Selection    Alternative
    -----------------------------------------------
    *+    1        /usr/bin/xfce4-session
          2        /usr/bin/startkde
          3        /usr/bin/gnome-session
    
    Press enter to keep the default[*], or type selection number:
    
    Wie man sieht: Ich verwende XFCE und könnte das jetzt umstellen.

    Das gleiche System wird benutzt, um das Flash-plugin auszuwählen. Guckst du:

    Code:
    ratti:/etc/alternatives# ls -la *plugin*
    lrwxrwxrwx  1 root root 57 2005-09-04 12:28 firefox-javaplugin.so -> /usr/lib/j2re1.5-sun/plugin/i386/ns7/libjavaplugin_oji.so
    lrwxrwxrwx  1 root root 57 2005-09-04 12:28 mozilla-javaplugin.so -> /usr/lib/j2re1.5-sun/plugin/i386/ns7/libjavaplugin_oji.so
    lrwxrwxrwx  1 root root 57 2005-09-04 12:28 netscape-javaplugin.so -> /usr/lib/j2re1.5-sun/plugin/i386/ns7/libjavaplugin_oji.so
    
    Theoretisch sollte man jetzt einfach
    Code:
    update-alternatives --config firefox-javaplugin.so
    
    eingeben können. Mangels alternative verweigert Debian bei mir das umsetzen, was auch korrekt ist:
    Code:
    ratti:/etc/alternatives# update-alternatives --config firefox-javaplugin.so
    
    There is only 1 program which provides firefox-javaplugin.so
    (/usr/lib/j2re1.5-sun/plugin/i386/ns7/libjavaplugin_oji.so). Nothing to configure.
    
    Wenn du Mozilla statt Firefox nutzt, musst du natürlich entsprechend anpassen.


    Ich hatte es allerdings schon, dass die java-package-Pakete die Alternativen nicht richtig gesetzt haben. Man kann die dann auch mit update-alternatives hinzufügen (mit --help aufrufen, manpage lesen), aber das war mir zu fummelig, ich habe einfach manuell den symlink /etc/alternatives/firefox-javaplugin.so gelöscht und neu gesetzt.

    So. Das ganze hat den Vorteil eines komplett "debianisierten" Javas. Die Pakete lassen sich spurlos entfernen, und andere Programme handhaben die Config ordentlich.

    Hat man sich einen eigenen Firefox downgeloadet, sollte man den auch debianisieren. Im Plugin-Ordner von Firefox (bei mir "/usr/lib/mozilla-firefox/plugins/") sollte der Softlink nicht direkt auf das Java gesetzt werden, sondern auf die Alternativen-Liste:

    Code:
    ratti:/etc/alternatives# ls -la /usr/lib/mozilla-firefox/plugins/libjavaplugin.so
    lrwxrwxrwx  1 root root 39 2005-06-13 20:17 /usr/lib/mozilla-firefox/plugins/libjavaplugin.so -> /etc/alternatives/firefox-javaplugin.so
    
    So. Perfekt. Firefox beenden, neu starten, "about:plugins" angucken.
    Anschliessend auch "java.com" gehen, auf "manuell downloaden" klicken, dann direkt bei Schritt 3 "Installation überprüfen", dann "Verify installation":

    Sun Microsystems Inc.
    Java Runtime Version
    1.5.0_04
    CONGRATULATIONS, you have the Latest version of Java!


    Ich kann nur DRINGEND davon abraten, es anders zu machen und sich irgendwelche direkten Anbindungen zurechzufuddeln. Sonst kann es sehr gut sein, dass "java -version" eine andere Version ist (und ausgibt) als das Firefox-Plugin (als URL eingeben: "about:plugins") und man sich irgendwann heillos verstrickt. Spätestens beim nächsten Securityfix.

    Mein Wissen habe ich mir vor längerer Zeit mal angeeignet von:
    http://serios.net/content/debian/java/with-java-package.php
    Da stehen noch mehr Details, und hoppla: Auch, dass die Anleitung auch für Ubuntu ist. Na klasse! :)

    Gruß,
    Ratti
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 19.02.2016

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