Ich werd ne .de Domain nicht mehr los!

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  1. echt0711

    echt0711 Thread Starter MacUser Mitglied

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    Hallo alle,

    Ist zwar nicht das "Wie-mache-ich-mein-Business"-Forum hier, aber an der Bar kann man ja auch sowas mal besprechen - vielleicht kennt sich hier jemand mit der Jura und Webhosting aus. :)

    Situation ist folgende: Ich reselle eine .de Domain samt Webspace an einen Kunden. Dieser Kunde hat mir kürzlich (zum Glück!!) die Zusammenarbeit gekündigt und seinen Webspace abbestellt. Soweit so gut - nur die Domain hat er nicht gekündigt. Jetzt sitze ich auf einer .de Domain rum, die ich bezahlen muss, die der Kunde mir aber nicht mehr zahlen will ("die Website sei doch gekündigt, was ich denn noch von ihm wolle", usw…).

    Mein Provider verlangt entweder einen KK-Antrag von mir (d.h. die Domain soll auf nen anderen Server umziehen) oder einen Löschungsantrag für die Domain. Leider leider muss aber mein KUNDE sich dazu äussern, was mit der Domain passieren soll - er muss mir unterschreiben daß er verstanden hat daß er die Domain verliert wenn er sie löschen will bzw. muss er mir einen KK Antrag zukommen lassen der klarmacht, wo das Ding hin umziehen soll.

    Jetzt die Frage: Was tun wenn der Kunde sich einfach nicht rührt? Habe ich juristisch überhaupt irgendeine Handhabe? Ich würde ihm am liebsten eine Frist setzen bis zu der er sich committen soll und wenn diese "fruchtlos verstreicht" wird die Domain gelöscht... ich weiss allerdings nicht, wie ich das dann meinem Provider beibringen kann :)

    Vielleicht hat jemand ja _zufällig_ Erfahrung mit sowas und hat einen heissen Tip für mich! Das Webspace-Reselling ist bei mir nur ein Zusatzservice für Kunden, deren Website ich konzipiere und gestalten lasse deswegen bin ich kein Spezialist…
     
  2. mc.Mac

    mc.Mac MacUser Mitglied

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    Hallo echt0711,

    wenn das ein Kunde von dir ist, dann gehe ich bei dir mal von halbwegs gewerblicher Arbeit aus. Korrekt? Hattest du zu Beginn der Zusammenarbeit mit diesem offenbar weniger verträglichen Kunden keinen Vertrag über die zu erbringenden Leistungen gemacht?! Eigentums-, Urheber- und Namensrecht,
    etc..

    Heißt Reseller nicht eher, dass du die Domain(s) kaufst, um sie anschließend weiter zu verkaufen, ohne sie zwingend selbst zu bezahlen?
    Ich stell mir das so vor:

    1. Kundenanfrage
    2. unverbindliches Angebot an den Kunden
    3. Zustimmung/Ablehnung durch den Kunden
    4. bei Zustimmung Vertragsabschluss, u.a. mit Domain-Klausel
    5. Domainreservierung auf seinen Namen (egal, ob .de, .com ....)
    6. Verrechnung der Domainkosten meinethalben in einem Paketpreis, den
    du vorher mit ihm abgestimmt hast...
    7. bei Auflösung des Vertrages tritt die darin festgelegte Klausel in Kraft:
    da Domain im Eigentum des Kunden verbleibt, verbleiben bis zur Kündigung
    der Domain die Kosten dafür beim Kunden.

    Denn: Euer Vertragsverhältnis ist dann zwar aufgelöst, nicht aber das zwischen Registrar/Provider und Domaininhaber (deinem ehem. Kunden).

    Solltest du keinen Vertrag mit dem Kunden abgeschlossen haben, bleiben dir
    m.E. nur noch Gutwill des ehem. Kunden, Geschick eines Rechtsanwaltes für Internet und Domainrecht oder letztlich die Zahlung aus eigener Tasche bis zum nächst möglichen Kündigungstermin. Denn ohne Vertrag kannst du dem Kunden nicht viel anhaben... Aber vielleicht schwimm ich auch zu weit raus, vielleicht hast du ja doch einen Vertrag.

    Erstmal Kopf hoch..

    Nun du..

    :)
     
  3. maddin74

    maddin74 MacUser Mitglied

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    Hallo echt,

    das mit den Domains ist in der Tat eine verzwickte Sache :rolleyes:
    Ich nehme mal an das die Domain zu dem Webhosting-Paket dazugehört, oder? Wie dem auch sei, wenn Dein Kunde als Eigentümer der Domain eingetragen ist, dann muss er in der Tat entscheiden was damit passiert.

    Zieht er mit seiner Präsenz zu einem anderen Provider? Dann ist die KK in der Tat der richtige Weg, jedoch muss diese der neue Provider stellen und Du dann zustimmen.

    Soll die Domain gelöscht werden, muss der entsprechnde Antrag gestellt werden. Sowohl KK als auch Löschantrag müssen von Deinem Kunden unterschrieben sein.

    Sollte sich Dein Kunde weigern mit der Domain umzuziehen oder den Löschantrag nicht stellen wollen, kannst Du ihm die weiteren Kosten in Rechnung stellen. Dabei muss natürlich beachtet werden ob er vielleicht die Domain für ein Jahr schon bei Dir bezahlt hat, dann kann er ja auch solange darüber verfügen. Du kannst natürlich auch über Deinen Hosting-Partner die Domain einfach auslaufen lassen, d.h. die Zahlung für die Domain unterlassen bzw. kündigen mit dem Hinweis auf den Sachverhalt. Dein Hosting-Partner ist ja wahrscheinlich Denic-Mitglied uns sollte Dir dabei unter die Arme greifen.

    Der entsprechende Absatz findet sich in den DENIC-Domainbedingungen unter §4(2): "Wird die Domain durch ein DENIC-Mitglied verwaltet und kommt dieses seinen Domain-Zahlungsverpflichtungen gegenüber DENIC nach, ruht die Vergütungspflicht des Domaininhabers. Ist dies nicht mehr der Fall, lebt die Vergütungspflicht wieder auf, und der Domaininhaber muss das Domainentgelt für die Zukunft unmittelbar an DENIC entrichten."

    Also muss Dein Ex-Kunde :D spätestend dann aktiv werden, wenn DENIC sich an ihn wendet. Das kannst Du ihm auch alles so schildern, dann wird er es sicher im voraus klären. Du solltest ihm dann eine Frist setzen und um eine Entscheidung bitten. Natürlich alles ganz förmlich und freundlich. Und um Deinen Provider solltest Du Dir keine Sorgen machen, der sollte mit solchen Fällen vertraut sein.

    Beste Grüße...
    Martin
     
  4. mc.Mac

    mc.Mac MacUser Mitglied

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    auch ein guter Ansatz @starray

    nur noch mal ne Frage zum Verständnis, @Echt.
    Gibst du alle Leistungen - Domain und Webdesign - an Dritte weiter und bist quasi nur der Strohmann? Oder hätt ich lieber nicht nochmal drüberlesen sollen? :confused:

    Grüße
    mäc mäc
     
  5. Mauki

    Mauki MacUser Mitglied

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    gib die Domain an die Denic zurück, sprich in Transit. Das heist du hast deine Ruhe und hast nichts mehr damit zu tun. Die Domain ist aber immer noch auf deinen Kunden eingetragen und die Denic berechnet zu DENIC-Direkt Preise die Domain an den Kunden.
     
  6. Brandhoff

    Brandhoff MacUser Mitglied

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    Du brauchst letztlich das Einverständnis des Kunden, die Domain verwalten bzw abwickeln zu dürfen.

    Schreib ihm eine Rechnung mit den aufgelaufenen Kosten plus deiner verwendeten Zeit, als Anhang die nötige Abtretungserklärung/Vollmacht zur Unterschrift. Dann in schnellen Schritten Erinnerung, Mahnung, Vollstreckung. Der finanzielle Druck sollte reichen, um den Ex-Kunden zu der nötigen Unterschrift zu bewegen.
     
  7. Mauki

    Mauki MacUser Mitglied

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    nein, um die Domain in Transit zu schicken, braucht er das Einverständniss vom Kunden nicht.
     
  8. maddin74

    maddin74 MacUser Mitglied

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    Mauki hat recht, bzw. das meinte ich mit der Kündigung der Domain-Betreuung :)

    ---> h**p://transit.denic.de

    Dort befindet sich auch das entsprechende Formular.


    Bis denn dann...
     
  9. Brandhoff

    Brandhoff MacUser Mitglied

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    Oha, wäre mir in der Form neu.

    Der Punkt ist folgender: mit "DENIC-Mitglied" ist meines Wissens der Hoster und nicht der Reseller gemeint. Inhaber und i.d.R. Admin-C ist der Nutzer der Domain (in diesem Fall Ex-Nutzer, weil Ex-Kunde) und nur dieser kann über die Domain verfügen, also per KK umziehen oder zu Transit bzw Löschung freigeben.

    Wenn ich als Reseller die Möglichkeit hätte, einem Kunden die Domain auf diese Art wegzunehmen, wäre dies m.E. eine üble Lücke. In der Praxis fungiert der Reseller aber nur als Mittler zwischen Hoster und eigenen Kunden, wobei der Hoster das eigentlich DENIC-Mitglied mit entsprechenden Rechten und Pflichten ist. Der Reseller verwaltet die Domain auf dem Server, nicht aber die nötigen DNS-Einträge usw.
     
  10. maddin74

    maddin74 MacUser Mitglied

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    Also, eine Domain in den Transit schicken, kann nur der Hoster (DENIC-Mitglied) und nicht der Eigentümer. Dieser wird dann erst vom DENIC kontaktiert und bekommt mitgeteilt, daß sich seine Domain im Transit befindet. Er hat dann die Möglichkeit innerhalb einer Frist eine KK zu beantragen oder die Löschung der Domain vornehmen zu lassen. Macht er nichts, so wird die Domain zukünftig direkt vom DENIC verwaltet und er muss dafür die Kosten tragen.

    Der Reseller stellt den Transit-Antrag über seinen Hoster. Nur dieser hat direkten Zugriff auf die DENIC-Domain-Datenbank und kann den Transit absetzen. Der Reseller ist in der Tat nur der Vermittler zwischen dem DENIC-Mitglied und dem Kunden. Aber durch diese Aktion kann er die Domain dem Kunden nicht wegnehmen !!! Der Transit wurde eingeführt um genau das zu verhindern, da der Eigentümer nun direkt mit dem DENIC in Kontakt steht und entscheidet was mit seiner Domain geschieht.

    Das ist alles immer ziemlich komplex, aber hoffentlich konnten wir echt0711 ein wenig helfen :)
     
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