Frage an die Agenturinhaber/-geschäftsführer: Höhe monatlicher Kundenhonorare

Dieses Thema im Forum "Freelancer Forum" wurde erstellt von MisterMini, 14.03.2006.

  1. MisterMini

    MisterMini Thread Starter MacUser Mitglied

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    Kann hier jemand ungefähre Monatshonorare nennen, die man Kunden regelmäßig berechnet, wenn in etwa so viel Arbeit anfällt, dass ca. 100 Stunden im Monat zusammenkommen?

    Natürlich ist das individuell auszuhandeln und kommt auch auf die einzelnen MAs an, die darauf sitzen. Das ist mir schon klar. Mich würden daher auch eher anonymisierte Anhaltspunkte interessieren, im Sinne von: "Für eine kleine Textilfirma machen wir die Website und betreuen die; außerdem alle paar Wochen eine Anzeige und ab und zu etwas Handelkommunikation und Konzeption."

    Einfach Anhaltspunkte, auch was schlau wäre für solche Projekte. Pauschalen? Ohne Vertrag arbeiten? Was kommt in einen solchen Vertrag?

    Es würde mir einfach helfen. Wenn es um konkrete Punkte geht, könnte ich dann ohnehin Juristen, Steuerberater usw. fragen. Aber ich wüsste gerne, wie man da anfangs vorgeht.
     
  2. Kai-Christoph

    Kai-Christoph MacUser Mitglied

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    Hallo,

    wenn Du mal erklärst, was Du vorhast, könnte ich Dir da sicherlich den einen oder anderen Tipp geben.

    lg

    KC
     
  3. philkan

    philkan MacUser Mitglied

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    Naja bei einem Stundensatz von €16 brutto kommst du auf €1600 brutto.
    Und ich würde entweder auf Stunden oder auf Pauschale arbeiten, du musst abschätzen was für dich besser ist. Bei einer Pauschale jedoch mach unbedingt einen Vertrag wo genau drinnen steht was du machen muss und was eben nicht, sonst kanns passieren das du zu dieser Pauschale auch noch einen kA Folder texten musst. :D
     
  4. huetschemann

    huetschemann Banned

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    ;) ;) ;) ;) ;) ;)
     
    Zuletzt bearbeitet: 24.04.2006
  5. Kai-Christoph

    Kai-Christoph MacUser Mitglied

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    16,– Euro!?! kopfkratz :eek:

    Das ist der Untergang des Abendlandes und genau der Grund, warum es den ausgebildeten Freiberuflern so schlecht geht.

    Für 16,- Euro bekommst Du ja nicht mal eine offiziell angemeldete Bodenmasseuse... :p
     
  6. MisterMini

    MisterMini Thread Starter MacUser Mitglied

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    Ich stehe momentan quasi kurz vor der Agenturgründung bzw. werde eine neue Unit in einer bestehenden kleinen, aber sehr erfolgreichen Agentur aufmachen. Dazu habe ich außerdem einen Bekannten mit ins Boot geholt. Wie wir das mit der Agentur vorerst verrechnen, haben wir geklärt. Wenn wir deren Leute in Anspruch nehmen, gibt es auch dafür Verrechnungssätze.

    Da ich ca. 10 Jahre Erfahrung als full-time Freelancer in Werbung und strategischer Beratung habe, habe ich das Glück, dass mich auch Ex-Kunden der Agenturen kontaktiert haben, so dass da jetzt Aufträge winken, zu denen es bereits ganz konkrete nationale und internationale Termine gibt.

    Der Launch eines neuen Produktes bei einer Firma steht bevor: Ich soll in diesem Zusammenhang die Promotion und sämtliche Vertriebskonzepte in einem Testmarkt koordinieren und daraus dann das weitere strategische Vorgehen ableiten. Vielleicht gelingt es mir auch, den klassischen Werbeetat für das Produkt und ggf. später für den Konzern zu holen - eine Internetseite haben sie bereits angefragt, weil die dringend neu gemacht werden muss. Das erledige ich dann aber über die neue Agentur, mit der ich jetzt arbeite. Die haben ein paar DAX-Konzerne als Kunden und existieren schon über zehn Jahre.

    Ich muss jetzt eher wissen, wie ich das abrechnen kann, wenn das Produkt, für das ich selbst die Koordination übernehme, ein Jahresumsatzpotential von ca. 10 Millionen Euro hat. Das ist nicht die Welt, aber den Konzern an sich kennen die meisten von euch. Ist ja nur ein kleines, neues Produkt.

    Macht man so etwas auf Stundenbasis? Wie hoch setzt man da dann den Stundensatz an? Sind 100 Euro im Rahmen größerer Projekte zu viel? Unter 50 lohnt es sich für mich nicht mehr, weil es mich dann quasi blockiert für andere Jobs. Ich wäre auch mit einem Satz dazwischen einverstanden, weil ich schätze, dass es so ca. 50 bis 70 Stunden im Monat werden. Also läge das "Agenturhonorar" nur auf mich bezogen zwischen 2500 und knapp 6000 Euro.

    Flüge und Zugverbindungen (inkl. Hotels) zahlen die bzw. berechne ich weiter.

    Aber ich habe ja demnächst auch eigene Büromieten etc.

    Wenn ich denen 3500 Euro anbieten würde, was kann ich dann ausschließen und nachberechnen? An sich wären mir Stunden lieber; allerdings ist ein Monatshonorar war Feines, wenn man auch laufende Kosten und Angestellte oder Praktikanten zu bezahlen hat.

    Danke für eure Antworten!
     
  7. Kai-Christoph

    Kai-Christoph MacUser Mitglied

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    Ich halte 100,-- Euro für keinesfalls zu hoch.

    Grundsätzlich würde ich Jobs, die zum ersten Mal laufen immer per Stundenhonorar abrechnen. Wenn dann die Phase des "Kennenlernens" vorbei ist, beide Seiten sich in der Arbeitsweise abgeklopft haben, kann man ja immer noch über einen Pauschalbetrag nachverhandeln.

    Meiner Erfahrung nach ist es immer das selbe Spiel: Je größer der Kunde, bzw. je mehr "Entscheider" im Kundenboot sitzen, desto eher gehe ich auf Stundenbasis.

    Natürlich hängt das auch ganz klar von der vertraglichen Ausgestaltung ab. Wie werden z.B. Autorenkorrekturen behandelt? Wann kann ein Nach-KV gestellt werden? Wem bin ich weisungsgebunden? Wo liegt das Risiko im Erstellen von Werbemitteln? Wer geht in Vorleistung? Etc. p.p.

    Warum besprichst Du das Thema denn nicht mit den Leuten Deiner angegliederten Agentur? Wenn die DAX-Konzerne betreuen und seit über 10 Jahren am Start sind, sollten sie doch Antworten auf solche Fragen haben, oder nicht?
     
  8. MisterMini

    MisterMini Thread Starter MacUser Mitglied

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    Danke, Kai-Christoph, das ist schon mal eine sehr brauchbare Aussage. Natürlich werde ich das auch mit den Leuten der neuen Agentur besprechen. Allerdings wollte ich auch selber mal sondieren, um nicht nur auf deren Angaben angewiesen zu sein. Kann ja auch sein, dass sie nicht sofort die Karten auf den Tisch legen wollen.

    Ich selber hatte schon nachgedacht, ein Studenkontingent mit einem Stundensatz auszuhandeln, um dann (evtl. kurz vorher) Bescheid zu geben, wenn die Stunden aufgebraucht sind und man trotzdem weitermachen müsste.

    Ich möchte mich hier einfach mal in einem größeren Kreise schlau machen, um vielleicht auch sehr sinnvolle Abrechnungs- und Honorarvereinbarungen zu erfahren, die der Partneragentur so nicht geläufig sind.

    Eine große Agentur (Top 30 GWA in D), die ich gut kenne, bekommt für einen großen Kunden ca. 35.000 Euro im Monat, obwohl da sehr viel Arbeit anfällt. Intern stimmt die Rentabilität da schon nicht mehr, hab ich gehört. Weil zu viel Stunden anfallen. Viel Handel, ein bisschen Print, ein bisschen TV. Das wären dann 350 Stunden zu je 100 Euro. Wie diese 350 Stunden zusammenkommen sollen, weiß ich nicht, aber man setzt halt auch mal Leute drauf, die eigentlich nichts zu tun haben, schätze ich. 350 Stunden sind eine Menge, finde ich. Auch zu dritt, wenn man nicht exklusiv NUR für den einen Kunden arbeitet. Und ich sage jetzt nicht den blöden Spruch: "Für 35.000 Euro würde ich das auch machen..." ;)

    Allerdings hört man auch immer wieder, dass für Infoblätter in A4 (Konzeption, Text, Gestaltung) 8000 Euro berechnet und bezahlt werden. Ich habe schon Summen gehört, bei denen mir schlecht geworden ist. Bis zu 100.000 DM für drei Anschreiben und drei Antwortpostkarten für einen Automobilkonzern. An eine Agentur. Das macht man an zwei Tagen, maximal. Verrückt! War aber 1999.
     
  9. Kai-Christoph

    Kai-Christoph MacUser Mitglied

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    Zu Deinen letzten Worten, werde ich mich nachher noch einmal eingehender befassen...

    Jetzt muss ich weg, Geld verdienen und nen neuen Kunden besuchen... ;)

    Bis denne

    KC
     
  10. MisterMini

    MisterMini Thread Starter MacUser Mitglied

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    Danke und viel Erfolg!
     
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