File-Permissions & Systempolitik

Dieses Thema im Forum "Mac OS X" wurde erstellt von peppermint, 24.02.2005.

  1. peppermint

    peppermint Thread Starter MacUser Mitglied

    Beiträge:
    7.380
    Zustimmungen:
    85
    MacUser seit:
    06.06.2003
    Hallo,

    ich hab ne Frage zu den File-Permissions:

    seit anbeginn von osx höre ich immer von den Profis:
    wenn was kaputt ist oder wenn was nicht geht:

    File_permissions reparieren!

    soweit so gut, was hat es denn mit diesen ominösen permissions aufsich,
    warum gehen die ständig kapuutt?
    hab das gefühl ich muss die jeden tag reparieren, da immer dort steht "we are using special permissions on....but..." usw...
    das gehört also schon seit 2 Jahren zu meinen Standard beschäftigungen des tages/oder wenigstens der Woche
    können die das nich einbauen dass die jeden tag automatisch repariert werden?

    ist nur so ne Verständniss-Frage eines nicht-Programmierers...
    trotzdem liebe ich osx, wollte mich damit nicht beklagen...

    danke
     
  2. Hilarious

    Hilarious MacUser Mitglied

    Beiträge:
    2.195
    Zustimmungen:
    5
    MacUser seit:
    25.11.2004
    Na ja, die Frage ist durchaus berechtigt. Und vor Panther war der systemeigene Installer, der verwendet wurde, wenn ein Paket (gelbes Päckchen mit der Endung .pkg) installiert wurde, auch richtig Mist und hat den Datei-Eigentümer und die Zugriffsrechte falsch "vererbt". Inzwischen hat man dass Übel wohl besser im Griff, daher ist es im Prinzip so:

    Alles ist eine Datei. Das ist das große Credo von Unix-Systemen. Und selbst, wenn Du einen USB-Dongle an der Seite der Tastatur einstöpselst, wird dieses Ding als Datei (oder Sammlung von Dateien) behandelt. Ja, sogar der Mülleimer hat einen Dateipfad (/dev/null ). Daher werden ständig während des laufenden Betriebs Dateien geschrieben, verschoben, kopiert etc.

    Man kann es sich so vorstellen, dass jede Datei einen bestimmten Anzug bekommt, dess Farbe und Form darüber entscheidet, wer mit der Datei etwas machen darf. Denn selbst, wenn nur Du Deinen "imac'chen" benutzt, werkeln tatsächlich einige (virtuelle) Benutzer in Deinem Rechner, die jeder seine eigene Aufgabe haben. Damit aber der eine Benutzer nicht die Bonbons eines anderen Benutzers klaut, "pappt" man der Datei jeweils Eigenschaften an, die darüber entscheiden, was mit der Datei geschehen darf.

    Nicht jede Software ist fehlerfrei, denn sie wird ja (noch) von Menschen entwickelt. Hier gibt's dann schon einmal Fehler oder Nebeneffekte, auch hervorgerufen davon, dass Du gleichzeitig mehrere Programme ausführst, die auf gleiche Dateien zugreifen möchten. Oder ein Schreibvorgang wird nicht vollständig ausgeführt und die Dateirechte werden unvollständig gesetzt...

    Viele Möglichkeiten gibt es, Unix-Administratoren können ein Lied davon singen. Daher wünschen die sich alle zu Weihnachten ein Powerbook, oder hast Du schon einmal jemanden kennen gelernt, der von Unix zu Windows wechselte (und nicht dazu gezwungen wurde)?

    Da ist der Rechte-Klempner schon ne Spitzen-Sache. Klarer jezz?
     
  3. peppermint

    peppermint Thread Starter MacUser Mitglied

    Beiträge:
    7.380
    Zustimmungen:
    85
    MacUser seit:
    06.06.2003
    ja auf jeden fall

    von der sichtweise hab ich es noch gar nicht gesehen
    aber auf jeden fall interessant

    als nur-user sieht man es oft so, dass man überall perfektion erwartet
    aber es ganz natürlich ist, dass es eben ein prozess ist der sich entwickelt
    auch wenn er schon sehr weit fortgeschritten ist (v.a. im vgl zu os9, wie ich finde)
     
    Zuletzt bearbeitet: 24.02.2005
  4. hannizkaos

    hannizkaos MacUser Mitglied

    Beiträge:
    766
    Zustimmungen:
    1
    MacUser seit:
    31.07.2004
    Die Rechte kann man schon automatisch täglich oder wöchentlich reparieren lassen, ob es Sinn macht sei mal dahingestellt. Ausserdem ist das ganze mit Arbeit im Terminal verbunden.
     
  5. ratti

    ratti MacUser Mitglied

    Beiträge:
    1.515
    Zustimmungen:
    56
    MacUser seit:
    09.05.2004
    Lass dich nicht irre machen. Wenn du Probleme hast, dann reparier die Permissions. Stimmt.

    Was nicht stimmt, ist der Umkehrschluß: "Wenn Permissions nicht wunschgemäss sind, muß ich auch ein Problem haben." Das ist nicht so. Man sollte zwar mal ein paar Leuten auf die Finger patschen, die in ihrer Software geschlampt haben, aber nicht jeder Fehler ist auch gleich ein Problem.


    Stell dir vor, auf deinem Rechner sind zwei Accounts:

    - Deiner
    - Deine Frau

    Jetzt legst du irgendwo deine Urlaubsbilder ab. Eigentlich solltest nur du diese Dateien lesen können - durch einen Fehler kommt aber auch deine Frau ran. Permissions falsch. Na und? Egal.

    Das ist in den seltensten Fällen ein Problem - zum Beispiel, wenn die Frau auf den Urlaubfotos deine Sekretärin ist.


    Ein Problem liegt dann vor, wenn Systemdateien plötzlich offen zugänglich sind - dann ist es ein Sicherheitsloch. Zu lasche Permissions.

    Ein anderes Problem besteht, wenn die Permissions zu streng sind, und zum Beispiel Safari seine Lesezeichen nicht lesen darf. Dann hängt das Programm beim Start oder bricht ab.

    In der Regel ist es aber bloß so, daß nicht nur Safari, sondern auch sagenwirmal der Soundkartentreiber die Lesezeichen ändern darf, und es ist extrem unwahrscheinlich, daß sowas in der Praxis zum Problem wird.

    Gruß, Ratti
     
  6. peppermint

    peppermint Thread Starter MacUser Mitglied

    Beiträge:
    7.380
    Zustimmungen:
    85
    MacUser seit:
    06.06.2003
    verstehe .......
     
Die Seite wird geladen...