Festanstellung: Wer hat die Rechte an meiner Arbeit?

Dieses Thema im Forum "Freelancer Forum" wurde erstellt von CRen, 18.07.2006.

  1. CRen

    CRen Thread Starter MacUser Mitglied

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    Hallo!

    Wenn ich in Festanstellung für ein Online-Magazin arbeite und dort Artikel schreibe – liegen die Rechte bei mir oder beim Online-Magazin?

    Im Arbeitsvertrag sind keine entsprechenden Klauseln vorhanden.

    Gruß,
    Christian
     
  2. Konrad Zuse

    Konrad Zuse MacUser Mitglied

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    Beim Online-Magazin. Du hast sozusagen Deine Ideen, Kreativität etc. verkauft.
    Du hast keinerlei Copyright.
     
  3. kraftwerk

    kraftwerk MacUser Mitglied

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    Natürlich hat er ein Urheberrecht und dies bis zu 70 Jahre nach seinem Tod. Der Urheber überträgt in der Regel lediglich ein Nutzungs-/Verwertungsrecht an seinen Auftraggeber. Die Eigenschaft des Urhebers bleibt aber immer personengebunden bei ihm.

    Gruss Kraftwerk
     
  4. eteokles

    eteokles MacUser Mitglied

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    Exakt! Du musst - wie Kraftwerk - zwischen Verwertungsrecht und Urheberrecht unterscheiden!

    Allerdings kannst Du Dir für Dein Urheberrecht nichts kaufen, denn die Verträge über verwertungsrechtsfähige Leistungen beinhalten meist einen total buyout. D.h., das uneingeschränkte Verwertungsrecht sämlicher Wiederholungen, Abdrucke und Verwendungen ist auf den Auftraggeber/Arbeitgeber übergegangen...

    Beste Grüße - ete.
     
  5. Konrad Zuse

    Konrad Zuse MacUser Mitglied

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    Und schon ist alles nur Wortklauberei. Ok, mag sein, daß er ein Urheberrecht hat, aber er kann es nicht verwerten, weil er festangestellt ist und somit seine geistigen Ergüsse in den Dienst des Unternehmens verkauft hat.
    Also hat, streng gesehen, nicht der Schreiber an sich, sondern der Chef, der das Gehalt zahlt, das Urheberrecht.
     
  6. kraftwerk

    kraftwerk MacUser Mitglied

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    Willst du es nicht verstehen? Das ist keine Wortklauberei und sein Chef kann niemals Urheber sein, egal welches Gehalt er bezahlt. Auch nicht streng gesehen…

    Die Verwertung muss in seinem Arbeitsvertrag in irgendeiner Weise –meistens uneingeschränkt– geregelt sein.

    Gruss Kraftwerk
     
  7. svmaxx

    svmaxx MacUser Mitglied

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  8. eteokles

    eteokles MacUser Mitglied

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    ....da kannst Du so streng hinsehen, wie Du willst; der Chef kann NIE das Urheberrecht bekommen! Es sei denn, er hat das Werk selbst verfasst...


    @CRen: Du kannst Dir Dein Urheberrecht übrigens bei der VG Wort (www.vgwort.de) in jährlicher Ausschüttung entlohnen lassen, unabhängig vom Verwertungsrecht.

    Beste Grüße - ete.
     
  9. JürgenggB

    JürgenggB MacUser Mitglied

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    Hallo Christian,

    Ich bin kein Anwalt, kann mich irren.

    Merkwürdig finde ich, dass das Urheber-/Verwertungsrecht in
    Deinen Arbeitsvertrag keinerlei Erwähnung findet.

    Wenn in Deinem Vertrag keine Verwertungs-/Urheberklausel
    ist, hast Du meines Wissens alle Rechte abgetreten. Du bist
    dann ganz einfach das, was man einen Lohnschreiber nennt.

    Aber für genauere Informationen darüber empfehle ich Dir…

    http://www.123recht.net/columns.asp?column=73

    Gruss Jürgen
     
  10. Konrad Zuse

    Konrad Zuse MacUser Mitglied

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    @Kraftwerk
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