Festanstellung Grafiker im Verlag - Gehaltsvorstellung?

Dieses Thema im Forum "Freelancer Forum" wurde erstellt von torro1972, 15.11.2006.

  1. torro1972

    torro1972 Thread Starter MacUser Mitglied

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    Tag zusammen :)

    Ich bin im Freelancerforum vermutlich nicht ganz richtig, aber wusste nicht, wo ich es sonst posten soll.

    Geht um Folgendes: Ich bin noch Freelancer, habe jetzt aber evtl die Möglichkeit, eine Festanstellung in einem großen Verlag zu bekommen als Grafikerin bei einer Frauenzeitschrift. Mal unabhängig davon, dass ich generell noch überlege, ob ich die Selbstständigkeit überhaupt aufgeben will :kopfkratz: muss ich nun dort eine Gehaltsvorstellung angeben. Ich habe aber überhaupt keinen Plan, was da so Satz ist. Bin schon so lange raus... Also, es geht nicht um eine leitende Position (AD, CD), sondern nur um Layouterjob. Ich bin seit 1997 im Job, habe eigentlich schon alles gemacht von Werbung bis Design und eben auch Zeitschriftenlayout - da allerdings habe ich am wenigsten Erfahrung. Die Artdirektorin stört das nicht, sie würde mich in die enge Auswahl nehmen. Nun will ich mich ja nicht gleich mit ner völlig überzogenen Forderung ins Aus schießen oder unter Wert verkaufen.

    Sind unter euch ein paar, die mir sagen könnten, was ich da so monatlich fordern könnte? :noplan:
     
  2. Fantômas

    Fantômas Gast

    Schwierige Frage. Noch dazu in einem deutschen Forum :hehehe:
    Also, mein letztes Festangestelltengehalt als Grafiker lag bei 2800,- Euro brutto
    Das war im Jahre 2001... Solltest also auf keinen Fall weiter runter gehen :D
     
  3. SeppiG4

    SeppiG4 MacUser Mitglied

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    Gibt es nicht die Möglichkeit als Freelancer in diesem Verlag
    zu arbeiten? Das wäre das Beste und Einfachste.

    Ein Gehalt von 15-20 Euro pro Seite finde ich gut, also pro
    Seite bezahlt werden und nicht pro Stunde. Für das Layout
    verlangst du extra 5.000-6.000 Euro.

    Was du brauchst ist eine perfeckte Arbeitsplanung damit mit
    der Redaktion alles reibungslos klappt. Die ersten 2-3 Monate
    werden sicher stressig und das Geld ist hart verdient. Wenn
    dann die Linie steht und schon einige Ausgaben erschienen sind
    wird es besser und auch 15 pro Seite sind dann ein gutes Gehalt.

    Was Grafik und Layout betrifft beginnst du am besten mit dem
    Logo, welches dann auch fixes Element der Titelseite wird. Da
    höchstwahrscheinlich ein Foto einer Person auf die Titelseite
    kommt muss darauf geachtet werden, dass das Logo mit dem
    Foto gut harmoniert.
    Dann kommt die Auswahl der Typo (maximal 3-4 verschiedene)
    und alles was dazugehört. Headline, Vorspann, Fließtext, Infotext,
    Infofelder, Trennlinien, die Flashs auf der Titelseite, Farbklima,
    Satzspiegel, Grundlinienraster, usw.

    Wenn alles festgelegt ist machst du dir davon Bibleotheken und
    Stielvorlagen/Absatz- Zeichenformate für schnelles Arbeiten.
     
  4. MacEnroe

    MacEnroe MacUser Mitglied

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  5. torro1972

    torro1972 Thread Starter MacUser Mitglied

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    @Seppi, da hast du was gründlich missverstanden! Es geht um eine bereits lange bestehende Zeitschrift, sowas wie Brigitte, Cosmopolitan, etc. Nicht um die Entwicklung eines neuen Titels, sondern um Daily Redaktionsbusiness, also das Gestalten von Seiten der weiteren Ausgaben. Und ja, dort arbeiten sie auch mit Freelancern, haben mich aber eben gefragt, ob ich Interesse an einer (unbefristeten) Festanstellung hätte.

    @MacEnroe, das war auch mein letztes Gehalt im Jahre 2001 - allerdings in der Werbung. Wo warst du zuletzt?

    Nun hör ich schon seit Jahren, Verlag sei was ganz anderes: wesentlich besser bezahlt, geregelte Arbeitszeiten, gute Sozialleistungen, weniger Jugendwahn - hört sich für mich nach dem Paradies an :D

    Mir ist aber eben auch klar, dass ich viel Freiheit und Vielseitigkeit aufgeben würde. Es ist dann eben immer das gleiche Magazin, immer derselbe Stil... Hm.

    Ich werf jetzt mal nen Betrag in den Raum: 4000 Euro?
     
  6. axi

    axi MacUser Mitglied

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    hi.
    ich befürchte damit schiesst du dich ins abseits.

    ich kenne nur zahlen aus der werbung.
    da liegt es zwischen 3.000 und 4.000 für einen ad
    mit berufserfsahrung, der dann aber auch verantwortung trägt.

    bei verlagen war mein wissen immer: geregelte arbeitszeiten,
    gute sozialleistungen, aber niedrigere löhne als in der werbung.

    selbständigkeit aufgeben, wenn es in deine lebensplanung passt ist doch ok,
    wenn es dir zu langweilig wird machst du dich halt wieder selbständig.
     
  7. svmaxx

    svmaxx MacUser Mitglied

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    Ist es denn Einstellungsvoraussetzung, das Du Deine Selbstständigkeit aufgibst?
    Ich würde mir die Option offen halten und (wenn es der Job zulässt) weiter als Freie Arbeiten ausführen. Da kannst Du Deine Auftragsannahme ja an den "Hauptjob" anpassen und Du bleibst drin...

    bye, M.
     
  8. Girgl42

    Girgl42 MacUser Mitglied

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    also ich würde auch mal gucken obs nich als "Fester Freier" geht, is halt ein schmaler grad zur scheinselbständigkeit...aber es geht ;)

    und dann nich unter 25 eus gehn die stunde (und bevor ich jetzt wiedr haue krieg wegen den 25 euro pro stunde...wenns ne feste regelung is und jeden monat 100-200 stunden geleistet werden, ja meine damen und herren, dann darfs auch mal weniger als der AGD-Satz sein ;) )
     
  9. torro1972

    torro1972 Thread Starter MacUser Mitglied

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    @Axi, und ich habe eben gehört, dass Verlage wie Gruner und Jahr bspw. auch mehr bezahlen - das gilt aber nur für Festangestellte. Ich habe mich vor vielen Jahren mal bei der "Brigitte" vorgestellt, damals war ich noch Anfänger mit 1 1/2 Jahren Praxis und hätte damals bereits 5500 DM verdient. Da hätten die in der Werbung nur kurz herzlich gelacht und den nächsten Umsonst-Prakti eingestellt :D Die Freelancersätze liegen wiederum unter denen der Werbung. 250 am Tag sind da das Höchste, was ich mal bekommen habe.

    Und nebenbei frei bleiben geht nicht, weil es ein Vollzeitjob ist (40 Stunden). Also es ginge schon, aber über die Zeit, als ich mir so ein Pensum antun musste, bin ich Gott sei dank hinaus :D Arbeiten um zu leben, nicht umgekehrt ist meine Devise...
     
  10. kreativ-maus

    kreativ-maus MacUser Mitglied

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    Hey Torro!
    Du solltest abwägen, was, bzw. welcher Betrag es "dir" wert ist, deine Selbständigkeit aufzugeben. Wenn du dir einen Betrag erdacht hast und sie lehnen dich ab, dann würde ich auch nicht drum weinen und bei deiner Selbständigkeit bleiben! Oftmals hören sich Angebote immer so toll an - und ganz ehrlich, man fühlt sich ja auch geschmeichelt :) Trotzdem sind oft die, die am lautesten schmeicheln (wenn man das so sagen darf) auch die, die dann am wenigsten zahlen... Also, lass dich nicht ausnehmen und wäge alles gut gegeneinander ab. Zugegebenermaßen lässt mich das Geschmeichel auch oft nicht kalt. Aber diese "Gefühlsmäßigkeiten" solltest du bei deiner Entscheidung draussen lassen. Wir Frauen sind leider sehr oft anfällig für so etwas ;)

    Vor allem eines: Keine mündlichen Zusagen von wegen "Lohnerhöhung nach der Probezeit". Vergiss es! Wenn, dann schriftlich in den Arbeitsvertrag mit reinschreiben lassen...
     
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