Experiment zum Thema JPEG

Dieses Thema im Forum "Fotografie" wurde erstellt von Bramix, 23.01.2006.

  1. Bramix

    Bramix Thread Starter MacUser Mitglied

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    Falls hier experimentierfreudige Geister rumschwiren, hätte ich mal einen Experimentier-Vorschlag zur JPEG Kompression zu machen.

    JPEG wird ja immer vorgeworfen, das es eine "verlustbehaftetes" Verfahren sei.
    Das ist prinzipiell natürlich richtig und "verlustbehaftet" klingt dazu auch noch wie kastriert.

    ABER wenn die Verluste so gering wären, das unsere Augen sie praktisch nicht wahrnehmen können, wäre eigentlich nicht viel dagegen einzuwenden, oder?

    Theoretisch weiss ich zwar ein paar Dinge über JPEG, wie sich das aber in der Praxis auswirkt, davon weiss ich wenig.
    Geht anderen Leuten vielleicht ja auch so.

    Um der Sache mal etwas auf den Grund zu gehen, habe ich folgenden kleinen Versuch gemacht:

    • In Photoshop eine weisse Seite 20 x 30 cm quer mit der Auflösung von 300 dpi angelegt.

    • Die Seite mit einem linearen Verlauf von schwarz nach weiß horizontal gefüllt.

    • Die Seite anschließend als Tiff gespeichert.

    • Danach die gleiche Seite mit verschiedenen JPEG Kompressionsstufen gespeichert.
    ( Zuerst in bester Qualität = 10, danach jeweils immer um 2 Stufen geringer bis hinunter auf 0 = schlechteste Qualität)
    Achtung: Beim Speichern unbedingt immer von der Tiff Datei ausgehen!

    • Anschließend habe ich diese Bilder am Monitor miteinander verglichen.
    Sowohl als Bild, aber auch die Histogramme
    ev. Bildschirmfotos von den Histogrammen machen, bei mir läßt sich immer nur eins öffnen.

    Das gleiche Experiment kann man natürlich auch mit richtigen Fotos machen.
    Allerdings sind die Unterschiede dort schwerer zu erkennen.

    Fall jemand Lust und Zeit hat, diesen Versuch auch zu machen, würde mich mal interessieren, ab welcher JPEG Stufe Ihr Unterschiede bzw. Verschlechterungen zwischen dem Tiff Bild und den JPEG Bildern wahrnehmen könnt.
     
  2. PowerBookGrafik

    PowerBookGrafik MacUser Mitglied

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    in der regel gilt bis stufe 8 ! ist ein guter kompomiss zwischen GUTER qualität und extremer speicherreduzierung!
     
  3. MacEnroe

    MacEnroe MacUser Mitglied

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    Besonders bemerkbar machen sich im JPG ja unterschiedliche Farbflächen, die hart aneinander Grenzen. Dort gibt es diese "Satelliten-Punkte".
    Rein s/w kommt bei mir nicht so oft vor...
     
  4. Bramix

    Bramix Thread Starter MacUser Mitglied

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    Mein lieber Scholli, Du bist aber blitzschnell!

    Wir beide wissen das ja, mich würde aber mal interessieren, wann die Mehrzahl Unterschiede erkennen kann.

    Geht also nicht so sehr um die Theorie, sondern um die Praxis.

    Übrigens, Artefakte wollte ich bewußt mal außen vor lassen.
    Mich interessierte erstmal nur, wie sich die Kompression auf die Tonwerte auswirkt.
     
  5. cpx

    cpx MacUser Mitglied

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    Mach doch einfach mal eine Animation mit stufenloser kompression, dann
    siehst Du selbst wie schnell die Abstufungen schwinden werden.
     
  6. Bramix

    Bramix Thread Starter MacUser Mitglied

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    Womit?

    Man sieht den Effekt schon ganz gut beim Vergleich der einzelnen Bilder.
    Wenn man dann noch weiss, wie stark DSLRs komprimieren, kann man ganz gut abschätzen, wie groß der Einfluß der JPEG Kompression selbst auf die Tonwerte ist.

    Bei der Einstellung "Beste Qualität" ist er praktisch nicht vorhanden.
    Meine EOS 300 D liegt bei "Beste Qualität" etwa zwischen den Stufen 9 und 10.
    Schätze mal so etwa bei 9,5.

    Ausgefressene Lichter haben offenbar einen anderen Grund als die JPEG Kompression.

    Meiner Ansicht nach dürfte er eher bei falscher Belichtung, zu starker Kontrasteinstellung und/oder zu starker Kamera interner Schärfung zu suchen sein.

    Diese Einstellungen kann man aber den unterschiedlichen Lichtsituationen anpassen.

    Das umständliche Raw kann ich mir offenbar beruhigt schenken.
     
    Zuletzt bearbeitet: 24.01.2006
  7. IceCold

    IceCold Gast

    Photoshop geht von 0 bis 12, wobei Maximal die Stufe 10 verwendet.

    Genauer kann man es z.b. mit dem Programmen Corel PhotoPaint und IrfanView (beides Win Programme) einstellen, da gibt es Prozentangaben.

    Im Normalfall speichere ich mit 85-90% ab, kommt aber auch drauf an, was ich bearbeitet habe. Wenn ich Bilder einscanne, verwende ich meißt nur 70%, da die Qualität eh nicht so gut ist.

    Und dann gibts selbst bei den Prozent Angaben noch gewaltige Unterschiede. So ist die Qualität bei gleicher Einstellung in CocoViewX besser als in IrfanView, jedoch benötigt die Datei wesentlich mehr Speicherplatz. Bei gleichem Speicherplatz (ich glaube 80% IrfanView entspricht 50% CocoViewX) schneidet IrfanView wesentlich besser ab.
     
  8. Wildwater

    Wildwater Super Moderatorin Super Moderator

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    Graphic Converter bietet auch eine % Einstellung.

    ww
     
  9. shortcut

    shortcut MacUser Mitglied

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    das grundsätzliche problem bei jpg ist folgende fragestellung: was, wenn du ein jpg mehrfach bearbeitest und immer wieder mal abspeichern möchtest?
    bei jedem speichervorgang gehen je nach kompressionsstufe weitere details verloren, bis du zum schluss nur noch kontrastlosen, unscharfen pixelbrei übrig hast.
     
  10. wegus

    wegus MacUser Mitglied

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    Wobei man dazu sagen muß, daß man schon mit geringer Kompression ( > 90%) dafür sorgen kann, daß die zunahme an Artefakten eher akademisch bleibt. Da JPEG jedoch Bildfehler, wie Moiree, durch Artefakte eher verstärkt als reduziert, bin ich auch eher für RAW!
     
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