DNS-Zugriff inkonsistent

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  1. LonelyPixel

    LonelyPixel Thread Starter MacUser Mitglied

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    Neulich in der Shell:

    $ nslookup pixel
    -> 192.168.0.1
    $ host pixel
    -> 192.168.0.1
    $ ping pixel
    -> Kann Hostname "pixel" nicht finden.
    $ ping 192.168.0.1
    -> Antwort von ... bla ...

    Was ist da los? Unter Windows hab ich glaub ich das gleiche Problem, da hab ich dann ein paar der lokalen PCs in die Hosts-Datei eingetragen. Aber das kann's doch nicht sein. Weiß jemand, warum ping Hosts nicht findet, die nslookup findet? Sollten die nicht beide den System Call gethostbyname() verwenden, und sollte der nicht unabhängig des aufrufenden Prozesses das gleiche reproduzierbare Ergebnis liefern??

    Hab eine recht chaotische Netzwerkstruktur, mit einem Win2k-Rechner (Name: pixel) als DSL-Gateway (mit nem alten WinRoute drauf, und DNS+DHCP aktiviert), ein paar Windows Rechner und eine FritzBox als WLAN Access Point. Das PowerBook geht über WLAN ins Netz.

    Dieses WinRoute scheint eh ne Macke weg zu haben, ich muss unbedingt auf allen Rechnern eine MTU von 1460 einstellen, weil der Standard von 1500 nicht funzt. Da werden die meisten Pakete fürs Internet einfach gedroppt. Aber find halt erstmal ne Routing-Software für Windows - das scheint irgendwie die einzige zu sein. Und Linux oder WinXP kommt auf dem Rechner nicht in Frage.
     
  2. XVCD

    XVCD MacUser Mitglied

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    Habe hier ne ähnliche Konfiguration Kreuz und Quer Verkabelung mit Gateway, Server, Proxy, Clients, angehängter Sat-Receivern etc...
    Das alte WinRoute funzt klasse (4.2.2; 4.2.5 hatte nen Fehler) und ist wesentlich schneller als die neue 6er Version.
    Zum DNS: Benutze nicht den von Windows, sondern da gibts was besseres, schnelleres, frisst wesentlich weniger Speicher und zudem Freeware: Treewalk. Zu laden hier: www.ntcanuck.com
    Einfach vorher den Win DNS deaktivieren (Dienst deaktivieren) und Treewalk installieren. ****** einfach zu installieren und Konfigurierenn muß man NICHTS.

    Dann an der NIC des Gatewayrechners (der mit dem Modem/Router verbunden ist):
    - Primärer DNS: 127.0.0.1
    - Sekundärer DNS: IP des Routers (falls der interne DNS 'doch' mal hängen sollte, leitet Windows die Anfragen wie üblich an den Router weiter)
    - Default Gateway: IP des Routers

    Zweite Netzwerkkarte, die am Switch hängt (internes Netz):
    - hier NUR primäre und sekundere DNS Adresse angeben (wie oben)

    WinRoute:
    Unter Settings / DNS Forwarder:
    - Enable DNS Forwarding an-x-en
    - Forwarding queries ... known by the operating system
    - Cache NICHT angekreuzt (das cacht ja Treewalk, wäre nur doppeltgemoppelt)
    - drunter die Hosts-Option an-x-en und DA die Namen & IPs der lokalen Rechner eintragen

    Nun zu den Clients:
    - Dort als DNS Server die IP des Gateways eintragen, wo eben Winroute und DNS läuft.

    DHCP ist eigentlich unnütz. Wenn es weniger wie 10 Rechner sind, würde ich die IPs lieber von Hand vergeben. So kanns Du im WinRoute Log auch definitiv sagen, welche Anfrage von wo kam. Bspw. um herauszufindenn, welches Programm "nach Hause telefoniert" etc.
    Es bieten sich das der 192.168.x.x nummerkreis an; besser ein 10.x.x.x,
    (gibt glaube ich noch ein 172.x.x.x) da diese Adresse nicht nach außen geroutet werden können/sollten.

    --

    Mit den Einstellungen sollte es klappen, daß auch die lokalen Name-to-IP Auflösungen korrekt funktionieren. Gff. die Einträge in der Hostdatei des jew. Rechners *nochmal* aufführen. Wichtig ist a) die eingestellte DNS-IP auf jedem Rechner, die auf deinen Gateway verweist und b) falls mehrere NICs in einem Rechner verbaut sind, eine Karte mit einem "Default Gateway" (= deine pixel-IP) zu vergeben.

    Ach, und unter allen angeschlossenen Macs das IP6 Protokoll ausschalten...
    Wird gerne vergessen. So gehen die Anfragen schneller, wenn man nicht IPv6 benutzt.

    Uffa, das war lang :)

    Thomas.
     
    Zuletzt bearbeitet: 05.05.2005
  3. LonelyPixel

    LonelyPixel Thread Starter MacUser Mitglied

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    OK, danke, den DNS-Server werd ich mir mal anschauen. Aber wenn WinRoute das ja doch wieder nur durchschleust, hat es damit ja gar nicht so viel zu tun, oder? Und wenn WinRoute wiederum dafür zuständig ist, Anfragen aus der lokalen Hosts-Datei zu beantworten, dann wird mir das nix helfen, weil diese Option bereits aktiviert ist und die Hosts-Datei auf dem Server ja vollständig ist. Und genau da ist ja mein Problem.

    Ich hab für das Notebook DHCP aktiviert, weil ich damit öfter mal durch die Gegend renn, in die Uni, zum Nachbarn, sonstwohin. Da will ich nicht ständig die IP-Adresse ändern müssen. Die PCs haben noch feste Adressen. Die DHCP-Adresszuordnung zum Computernamen funzt in WinRoute leider nicht, dafür aber die zur MAC-Adresse, so kann ich die IP bekannter Geräte auch über DHCP festlegen.

    Das Problem mit der MTU und WinRoute kennst du nicht, oder? In der Uni hat es auch mit der Standardeinstellung (vermute 1500) geklappt, konnte ohne Proxy surfen, daheim musste ich das runterstellen.
     
  4. XVCD

    XVCD MacUser Mitglied

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    Der DNS Server (Treewalk) ist ja nur lokal auf dem Gateway installiert.
    Damit auch die am Netz hängenden Rechner den finden (und benutzen können) und das dann intern an 127.0.0.1 weitergeleitet wird (statt daß die Anfrage wie üblich raus ins/ans Internet geht), mußt Du das bei Winroute aktivieren.
    So sind DNS Anfragen von jedem Rechner aus möglich und diese verwaltet dann Winroute. Keine Bange, das ist so schnell daß man sogut wie keine Verzögerung hat.
    Der Vorteil von Treewlak liegt ja auch darin, daß Du unabhängig vom DNS Server deines Providers bist, da die Adresse-to-IP Anfrage ja direkt von den Rootservern kommen. Hatte hier schon ein paarmal DNS Ausfall beim INet Provider bis es mir zu doof wurde und ich Treewalk aufgespielt habe. Seit dem keine Probleme mehr. Denn wenn die Rootserver ausfallen, dann ist eh das gesamte INet tot. :)

    Und ebenso brauchst Du das ange-x-te Hosts Feld, um eben deine eigenen, lokalen Adressen dort abzulegen. Wie gesagt, normalerweise sollte das funktioneren, wenn die lokalen IP's auf dem Gateway eingetragen werden und Winroute angewisen wird, auch diese zu berücksichtigen. ...und auf den Clients die entsprechende DNS Gateway-IP eingetragen wurde.

    Wenn, wie bei Dir anfragen lokal ins leere laufen, dann hast Du entweder irgendwo ne Loop konfiguriert oder eine andere Einstellung schießt sich selbst tot ==> aka Konfigurationsfehler. ;)
    Lokal, bei korrekter Verkabelung und eventuellem richtigen Routing bei Doppelnetzwerkkarten, gescheiter IP-Vergabe und keinen Wackelbuchsen irgendwo sollten Netzpaket-Drops nicht/nie auftreten!

    Eventuell auch mal schauen was alles an Protokollen rumgammelt.
    I.d.R. brauchste nur:
    - Client für MS Netzwerke (deaktivieren auf der NIC die ins Internet rausgeht)
    - File/Printersharing (deaktiviert wie oben am Gateway auf der NIC, die ins INet rausgeht)
    - TCP/IP
    QOS, Network Load Balancing und Konsorten kann man alles rausschmeißen/Deaktivieren. Das ist bei nem Mini Homenetz mit den 'Pipi-Anfragen' unnötig.

    Probleme mit der MTU habe ich keine und hatte ich noch nie. Aber das kommt auch immer auf den Provider an. AOL z.B... I.d.R. tuts das übliche 1492; 1500 geht nicht bei allen.
    Zum testen/Einstellen: http://www.speedguide.net/files/TCPOptimizer.exe

    Mit dem kannste die MTUs für deinen Provider ermitteln und einstellen lassen, Menüpunkt MaxMTU (Win Programm)
     
    Zuletzt bearbeitet: 05.05.2005
  5. LonelyPixel

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    Mein Windows 2000 hat gar keinen eingebauten DNS-Server, unter Dienste steht nur ein DNS-Client. Und WinRoute leitet die DNS-Anfragen aus dem Netz derzeit an die dem OS bekannten DNS-Server weiter, die es wohl per DHCP vom Provider bekommen hat und die auch problemlos funktionieren. TreeWalkDNS ersetzt jetzt praktisch nur den DNS-Server des Providers mit meinem eigenen, oder? Das brauche ich eigentlich nicht.

    Und WinRoute sollte eigentlich auch die lokale Hosts-Datei berücksichtigen, korrekt, allerdings tut es das nicht und keiner weiß warum. Also muss der Wurm irgendwo in WinRoute sein. Was meinst du für Konfigurationsfehler, Loops etc? Ich kann mir darunter nix vorstellen. Ich hab keine manuellen Routingtabellen im Einsatz, das läuft alles automatisch ohne dass ich es anfasse. Ich könnte mir nur vorstellen, dass ich mit TreeWalk die Windows-Hosts-Datei wegwerfen kann und stattdessen DNS-Einträge für die lokalen PCs anlege, die dann von TreeWalk aufgelöst werden. Müsste dann nur mal schauen, wie ich Windows beibringe, den lokalen DNS zu verwenden, was so ohne weiteres glaub ich nicht möglich ist, ohne DHCP (autom. IP-Adresse) abzuschalten, was mein DSL-Zugang aber erfordert, da ich ja extern keine statische IP hab (auch wenn das sinnvoller wäre).

    Wegen MTU: Die Pakete gehen auch nicht in der Leitung verloren, die KAbel sind alle einwandfrei, die Pakete werden von WinRoute verworfen. Ich hab das von ner Ewigkeit mal mit nem Packet Sniffer beobachtet, da kam dann bei raus, dass WinRoute feststellt, dass das Paket zu groß ist (1500 Bytes) und nicht durch das DSL-Loch passt, dafür also aufgeteilt werden müsste, das aber aus irgend einem Grund verweigert (don't fragment irgendwas). So, und dann fürhlt sich für das Paket niemand mehr zuständig und es ist schließlich weg. Sowas macht nur WinRoute, andere Gateways, die ich bislang gesehen hab, veranstalten so nen Unsinn nicht. Zweiter Wurm in WinRoute. Kennt denn niemand ein anderes Gateway-Programm für Windows?
     
  6. XVCD

    XVCD MacUser Mitglied

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    Richtig. Aber dadurch daß die Anfragen lokal gespeichert werden und direkt bei den offiziellen Rootservern abgeholt werden ist das Browser erheblich schneller. Schneller und aktueller, als es dein Router/Provider DNS liefern kann. Ich will jedenfalls NIE mehr ohne! Wenn Inetverbindungen als hängen dann liegts meist am lahmarschigen Provider DNS-Server und *nicht* an der Verbindung zur gewählten Site...

    Windows verhaspelt sich manchmal gerne bei den Bindings. Die werden immer neu geschrieben, wenn du im Netzwerkdialog runfuhrwerkst. Manchmal ist es nötigt ALLES zu löschen und dann wieder händisch reinzunehmen, damit die internen Bindungen (was wohin geroutet und verbunden wird) wieder frisch geschrieben wird. Wenn Du also häufig da was rumgestellt hast, Protokolle ins- und deinstalliert hast kann mal das eine oder andere (notwenige) Bindungs-Kommando auf der Strecke bleiben. Dann sucht sich Windows den Wolf und kann ggf. Pakete verlieren, wenn die Zeitüberschreitung greift.

    Siehe erstes Posting, der 127.0.0.1 Eintrag. Win verbindet sozusagen auf sich selbst; und das wird dann an Treewalk weitergeleitet.
    Das DHCP wird NUR für die INet Einwahl benötigt. Wenn Du einen Router dran hast, dann kannst Du das auch fest vergeben (was besser wäre).
    Zudem da du einen Gateway benutzt und wohl kein anderer Rechner am Router dranhängt sondern alle am Gatewayrechner (es sollen ja alle über Winroute brownsen, nicht?) ist das DHCP sinnlos und kostet nur Zeit beim Booten z.B.
    DIESES DHCP hat nichts mit deinem internen DHCP zu tun, das sind 2 unterschiedliche Baustellen..


    Kennt denn niemand ein anderes Gateway-Programm für Windows?
    Gibt doch Myriaden davon: Jana, Wingate, WinProxy, CProxy, WINDOWS INTERNET FREIGABE - einfach mal nach Proxy googeln....
     
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