dfont´s - hat schon jemand Erfahrungen damit gem.?

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  1. ein_mensch

    ein_mensch Thread Starter MacUser Mitglied

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    hallo leute,

    hat schon jemand von euch erfahrungen mit den neuen dfont´s von mac gemacht? gibt es zum beispiel probleme, wenn man eine solche schrift verwendet und die datei dann an eine druckerei weitergibt?

    könnte ja sein, dass es dadurch, weil diese dfont´s neu sind, probleme gibt.

    gruß und dank
     
  2. Du solltest generell keiner dieser Schriften verwenden weil sie kein Ersatz sind zu den PS Fonts. Da Quark beim Sammeln aber sehr hartnäckig diese Fonts mitnehmen will ist das schwierig generell zu lösen. Gib doch mal in der Suche System Helvletica ein. Das sind Threads wo sich die Geister scheiden...

    Timo
     
  3. Beinhorn

    Beinhorn MacUser Mitglied

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    Und es funktioniert doch

    Mir sind bislang keine Probleme mit den dfonts bekannt.
    Ich benutze allerdings statt Quark lieber InDesign und exportiere die Daten als PDF.
     
  4. ratti

    ratti MacUser Mitglied

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    Halte ich für falsch.

    Dfont ist doch bloß ein Containerformat für gängige Fonttechnologien - lediglich die Ressourcefork ist bei der Datafork mit drin, um die Fonts gefahrlos über Nicht-Apple-Systeme transportieren zu können. Die Daten an sich sind die selben.

    Kannst du deine Aussage begründen?

    Gruß,
    Ratti
     
  5. Fall1: deine druckerei verwendet einen PS2 belichter. kannst du eine einwandfreie ausgabe erwarten?

    Fall2: wieso diskutiert das ganze netz die systemfonts für zu entfernen.

    das thema ist so present das man das über google hin bekommt und nicht in noch einem threat.

    timo
     
  6. ratti

    ratti MacUser Mitglied

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    Selbstverständlich. Wo siehst du das Problem? Dfont ist ein neues Dateiformat, kein Fontformat. In der PostScriptdatei steht das gleiche wie bei einer klassichen Schrift.


    Das Netz diskutiert darüber, dass sich die Apple-Helvetive mit der Adobe-Helvetica "beisst". Die Apple-Helvetica taugt nicht zum DTP, weil man die Adobe-Helvetica mit den vielen Schnitten will (und natürlich sowieso, weil man die Dokumente mit DIESER Helvetica aufgebaut hat, und nicht mit einer anderen).
    Schmeisst man die Apple-Helvetica raus und aktiviert stattdessen die Adobe-Helvetica, rendert Safari plötzlich die Regular als Greek oder Math. Und verwendet man ein Verwaltunstool wie Suitcase, kann es sein, dass beim herunterfahren Suitcase vor dem Adressbuch beendet wird, welches sich auf die Existenz der Helvetica verlässt, und die Kiste schmiert ab.

    Mit dfont als Format hat das überhaupt nichts zu tun.

    Genau so gut könnte man diskutieren, ob man seine Screenfonts in Koffern lagern müsste, oder "lose". Das hat für dem Font zum arbeiten in Applikationen und zum Belichten überhaupt keine Relevanz.

    Gruß, Ratti
     
  7. 1:0 für dich.

    Nur wenn mir Kunden diese Schriften liefern ist es oft schwer diese, zB die Helvetica, dem Siutcase schmackhaft zu machen. Es kommt erst garnicht zum aktivieren.
    Jetzt habe ich aber auch die Frage ob diese Schriften im OS 9 und ATM laufen?

    Zu meiner Meinung kann ich mich nur auf folgendes berufen:
    www.publisher.ch/heft/041/schriftenformate.pdf
    Seite 4 unten "Vortrittsregelung"


    Timo
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 22.04.2005
  8. ratti

    ratti MacUser Mitglied

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    Der Artikel ist irgendwo auf Yps-Niveau... das meiste ist nicht falsch, aber ich möchte wetten, dass der Autor viel auf der Dose und wenig auf dem Mac macht. Sonst wüsste er grundlegende Sachen wie:
    -----------------------------------------
    *.pfb und *.pfm
    Ein Nachteil der PostScript-Type-1-Schriften gegenüber TrueType und OpenType ist, dass eine Schrift immer aus zwei Dateien besteht, der *.pfb und der *.pfm.
    Dateien mit der Endung pfb (Printer Font Binary) enthalten eine komprimierte
    Outline. Die mit pfm (Printer Font Metrics file) enthalten Font-Metrik-
    Informationen für den Umbruch sowie den Schriftnamen, der im Schriftenmenü
    der Programme angezeigt wird.
    -----------------------------------------
    ...dass PS-Fonts, die in PFB und PFM aufgesplittet sind, zwar unter Windows und Linux laufen, auf dem Mac aber gar nicht.

    Oder:
    -----------------------------------------
    Innerhalb einer OpenType-Schrift können sowohl TrueType- wie PostScript-Outlines eingesetzt werden. Bei PostScript handelt es sich allerdings dann um Type 2. Als Anwender sieht man dies schon dem Schriftennamen an, denn PostScript-basierende Fonts haben das Kürzel *.otf, während die TrueType-Kameraden nach wie vor *.ttf einsetzen.
    -----------------------------------------

    Das ist wirklich lustig! Ne, doch nicht. Es ist Quatsch.

    An der Extension kann man GAR NICHT erkennen, ob eine Datei PostScript-basierend oder TrueType-basierend ist.

    OpenType ist sozusagen "TrueType Version 2.0". TrueType ist depracated, abgeschafft, out und wech. Es gibt nur noch OpenType. Und die OpenType-Spezifikation sagt, dass eine Schrift, die die neuen Features nutzt, auf "otf" enden DARF(!), zur Information der Anwender. Sie muss aber nicht. Und da auch eine alte TrueType-Schrift inzwischen über OpenType abgefeiert wird, ist jeder TrueType auch eine OpenType.

    Heisst: Ich darf eine alte Schrift ttf nennen und eine neue otf.
    Ich darf es auch genau umgekehrt machen.
    Ich darf auch beide ttf nennen. Oder beide otf.

    Will ich wissen, ob die Glyphen PostScript- oder TrueType-basierend aufgebaut sind, muss ich mit entsprechender Software in die Dateien reingucken.

    Ich arbeite an einer Schriftenverwaltungssoftware für Linux mit ("Fontlinge" , http://www.gesindel.de ). Eines der Features ist, die verwendeten Tables eines Fonts zu überprüfen, und wenn explizite OTF-Features gefunden werden, die Datei freundlicherweise in .otf umzubenennen. Das ändert an der Lauffähigkeit des Fonts aber nichts. Das ist den Engines schlicht Latte.


    Wie diese Beispiele ist leider auch die von dir zitierte Stelle schlicht falsch.

    Du wirst sicher folgendes Problem kennen:

    Die Agentur arbeitet mit dem Mac und gestaltet was schönes.
    Die Druckerei arbeitet mit dem Mac und kann davon auch prima drucken.

    Oft sitzt dazwischen aber der Kunde, verteilt die Agenturdaten an Händler und hat bei sich nur Dosen rumstehen.

    Die Agentur kauft im Auftrag des Kunden Mac-Fonts, arbeitet auch mit denen und leitet die Schriften an den Kunden weiter.

    Der Kunde speichert die Mac-Fonts auf seinen Dosen-Medien ab, und zack, sind die klassischen Mac-Fonts im Eimer, weil die Dose mit Forks und Suitcases nix anfangen kann.

    Also hat Apple sich dfont ausgedacht. Dar Unterschied zwischen dfont und den klassischen Fonts ist, dass es sich technisch um eine "normale" Datei handelt - kein Koffer, keine Forks, Ettiketten, Typen, Creator, whatever. Innerhalb dieser Datei liegen aber die gleichen Fontdaten wie früher. Du kriegst bei Apple Programme, mit denen du dfont ein- und auspacken kannst, wenn du das unbedingt willst - das ist aber unnötig.

    Das ganze ist also nur ein "Schutzumschlag". Etwas ähnliches macht eine gute Agentur im obigen Fall: Sie packt die Mac-Fonts einfach mit StuffIt ein, der Kunde lagert das StuffIt-Archiv auf seinen Dosenplatten, und wenn er es an die Druckerei weitergibt, packt die sich das Archiv wieder aus und hat schöne Mac-Fonts.
    Voila.
    Stell dir einfach vor, Suitcase könnte Schriften aus einem StuffIt-Archiv laden, ohme dass man es auspacken müsste. Dann hast du dfont.


    Man kann zu Recht anführen, dass dfont nicht Cross-Plattform ist. Weder Linux noch Windows können damit was anfangen. Allerdings muss man dann auch sagen, dass der Inhalt des dfonts, wenn man es auspackt, ja auch nicht kompatibel war. dfont macht die Sache nicht kompatibler im Einsatz, nur im Transport. Es ist aber ein normaler Mac-Font.


    Sicherlich ist eine otf-Datei das Beste, was man heutzutage nutzen kann. dfont "...für die Belichtung nicht geeignet..." ist aber Quatsch.


    Gruß,
    Ratti
     
  9. ratti

    ratti MacUser Mitglied

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    Nachtrag, hatte ich vergessen:

    Weil eine Helvetica im System ist und es unter OS X extrem nervig ist, mit solchen Schriften zu hantieren, die im System sind und in einer anderen Version "zugeladen" werden. Oft zerlegt sich dabei der Fontcache, und die Schrift ist gar nicht mehr zu aktivieren.
    - mit Onyx den Fontcache löschen
    - Neustart
    - Apple-Helvetica ganz aus dem System entfernen
    - "echte" Helvetica über Suitcase PERMANENT zuladen (Alt-Activate).
    - Da einige Apple-Programm hängen, wenn beim Beenden Suitcase vor z.B. Adressbuch beendet wird, immer vor dem Runterfahren alle Programme beenden, sodass Suitcase als letztes offen ist

    - Eine Entscheidung treffen: Apples Helvetica versaut DTP. Linotype-Helvetica versaut Safari und Co. Will ich gestalten oder surfen? Hach, ist das eine *******e.

    Gleiches gilt übrigens auch für Times.

    Zum Thema Lauffähigkeit:
    dfont läuft nur unter OS X. ATM kennt dieses Format nicht. Und OS X kennt kein ATM. :)

    Gruß,
    Ratti
     
  10. Also in Sachen Schriften ziehe ich vor Dir den Hut. Es ist schon mal gut zu wissen, dass man in diesem "frischen" Bereich des Forums eine sehr helle Leuchte für dieses Thema hat.

    Meine Entscheidung steht jedoch (für's erste) fest. Einige sagen sie sind ok abere sagen nein. Ich kann mir einfach nicht erlauben eine Produktion auf Spiel zu setzen. Und so lange sich die zwei Lager nicht einigen mache ich es Save, ohne dfonts.

    Im übrigen habe ich vor 1 1/2 Jahren alle gängigen Schriften von Apple des Systems verbannt. Eine Standart Helvetica als PS Satz habe ich fast immer im Suitcase geladen und nie Probleme mit Safarie und co gehabt.

    Ein schönes Restwochenende
    Timo
     
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