"Bekannter" zahlt nicht

Dieses Thema im Forum "Freelancer Forum" wurde erstellt von Iböök_2, 28.05.2006.

  1. Iböök_2

    Iböök_2 Thread Starter MacUser Mitglied

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    Hallo,

    ich habe für einen "Bekannten", (der jetzt nichmehr mein Bekannter ist) eine Webseite erstellt. Er führt ein 2-Mann Unternehmen. Die Homepage basiert auf einem CMS - und ist in 3 Sprachen verfügbar. Habe relativ viel Arbeit investiert. Wir haben die Zahlungsmodalitäten per Handschlag geregelt. Natürlich - dumm von mir. Aber in meinem jugendlichen Leichtsinn habe ich dies so gehandhabt.

    Nun warte ich seit dem 20.12.2005 auf mein Geld. Der ehem. Bekannte sagt, dass er pleite ist.

    Was soll ich tun? Es ist momentan alles bei mir gehostet. Ich könnte ihm die Homepage also jederzeit "abschalten".

    Danke für eure Tipps - und bitte keine Belehrungen bzgl. "nächstes mal vertrag machen" - das habe ich mittlerweile gelernt.
     
  2. Dirk_Cologne

    Dirk_Cologne MacUser Mitglied

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    Ich würde die Seite erst einmal wieder vom WEb nehmen und einen Verweis erstellen mit "momentanen Wartungsarbeiten" Hatte ich leider auch schon mal, das komplette Konzept erstellt, ausgearbeitet und dann haben die nichts gezahlt und es von jemand anderen umstellen lassen :-(
     
  3. scope

    scope MacUser Mitglied

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    Deshalb mache ich solche Sachen nicht für "Bekannte" - oder wenn, dann nur mit Vertrag..

    Aber vom Web nehmen ist sicher die richtige Variante,
    wenn er aber das akzeptiert um nicht zahlen zu müssen,
    würde ich schon noch nachdrücklicher werden!
     
  4. lengsel

    lengsel MacUser Mitglied

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    Mahnverfahren einleiten, bzw. mit Anwalt absprechen was bei dem Herrn tatsählich noch zu holen ist, für den Fall dass er tatsächlich pleite ist. Ebenso nach Absprache mit Anwalt die Domain "abschalten", da fürs hosten ja auch Kosten entstehen die vermutlich nicht mehr übernommen werden.
    Prinzipiell: Bekannter oder nicht, Job ist Job, und wenn es um Geld geht hört der Spass auf.

    Grüße,
    Flo
     
  5. tridion

    tridion MacUser Mitglied

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    Mahnbrief schreiben - Frist von 2 Wochen setzen - mit Abschalten drohen, wenn nach Fristsetzung das Geld nicht eingelangt ist. Gleichzeitig auf einen Anwalt hinweisen ... auch mündliche Absprachen sind nicht ohne Recht, schließlich kannst du auf das Ergebnis verweisen, die Seite selbst.

    Gruß tridion
     
  6. Jim Panse

    Jim Panse MacUser Mitglied

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    Ohne Belehrung: Verträge kannst du auch mündlich schließen; das Problem ist meist nur die Beweisbarkeit im Prozess, so dass angeraten wird, es schriftlich zu machen, dass man eine Urkunde hat.

    Du kannst dem Bekannten schreiben und ihm eine Frist zur Zahlung von 1 bis 2 Wochen geben sowie androhen, dass du die Seite sperrst. Danach nimmst du die Seite vom Server und forderst ihn nochmal auf zur Zahlung (das ist zwar nicht nötig, aber eine freundliche Variante).
    Dann kannst du auch eine Mahnung schicken. Vorlagen bekommst du bei Gerichten oder im Schreibwarenhandel. Diese Mahnungen kosten aber Auslagen für das Gericht, die du vorstrecken musst, aber wiedererlangst, wenn auf die Mahnung hin gezahlt wird oder du einen Prozess anstrengst und diesen gewinnst, also deinen Anspruch gegen ihn durchsetzen kannst.

    Also dran bleiben und bestimmt auftreten. Bringe auch in Erfahrung, ob der Bekannte wirklich pleite ist oder dicht nur verarscht ('tschuldigung :))
     
  7. Emagdnim

    Emagdnim MacUser Mitglied

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    ist ein vertragsablschluss per handschlag nicht genauso viel wert wie wenn es etwas schriftliches gäbe?

    ist doch bei arbeitsverhältnissen genauso.
     
  8. Jim Panse

    Jim Panse MacUser Mitglied

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    Klar, du kannst fast alle Verträge auch mündlich schließen, außer es ist vertraglich oder gesetzlich die Schriftform oder eine besondere form (notarielle Beurkundung) vorgesehen. Wie gesagt ist der Beweis meistens schwer - nicht der des Vertragsschlusses, sondern die ausgehandelten Modalitäten wie Entgelt usw..
     
  9. Iböök_2

    Iböök_2 Thread Starter MacUser Mitglied

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    Hmmm ich habe haufenweise Emails, in der er seine Absicht zu zahlen äußert. Das dürfte doch notfalls vor gericht als eindeutig gelten - oder?

    Ups. Wir haben hier ja keine Rechtsberatung. Tschuldigung. Dennoch: Danke für eure Meinungen.
     
  10. herbit

    herbit MacUser Mitglied

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    Wie wärs damit, ihm entgegen zu kommen und eine Ratenzahlung zu vereinbaren. Wenn er wirklich knapp bei Kasse ist und trotzdem guten Willen hat, sollte das klappen.
     
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