Auftrag erteilt! – oder doch nicht?

Dieses Thema im Forum "Freelancer Forum" wurde erstellt von LLI, 27.04.2006.

  1. LLI

    LLI Thread Starter MacUser Mitglied

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    Tach Leute,

    wollte mal was über eure Erfahrungen hören. Der Fall:

    Vor knapp einem jahr hab' ich Kontakt zu einer kleinen Schreinerei aufgenommen und Ihnen angeboten, eine Webseite zu erstellen. Man war interessiert. Erstes Gespräch. Dann ein Angebot verfasst und zugeschickt. Der Preis wurde bereits im ersten Gespräch genannt. Mit der Arbeit begonnen. Konzept erstellt (Headlines/Textinhalte/Aufbau der Seite etc.) und zugeschickt. Angefangen ein Layout zu erstellen. Den entsprechenden Link dem Kunden zugeschickt mit Bitte um Prüfung. Zwischendurch mal Kontakt gehabt (alles angekommen? etc.). Ein 3/4 Jahr ging so ins Land. Dann Anfang des Jahres nach Termin gefragt. Termin vereinbart. Gecancelled. Neuer Termin vereinbart. Dann die Mail des Kunden: "Webseite soll nicht erstellt werden". Ausfallrechnung geschrieben (30 % des Angebotshonorars). Kunde sagt jetzt ein Auftrag sei nie erteilt worden. Gezahlt wird nicht!

    Tja, und nun?

    Habt Ihr Erfahrungen mit solchen Typen?

    OLLI
     
  2. m0mo

    m0mo MacUser Mitglied

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    gegenfrage: hast du das Angebot unterschrieben zurueck bekommen?

    bevor du keine schriftliche absicherung hast, wuerde ich nur in 100% Faellen (man kennt die Leute persoenlich usw.) anfangen zu arbeiten. Muendliche Absprachen sind in unserer heutigen Zeit nicht viel wert.

    mfg
    m0mo
     
  3. Chicago Whistle

    Chicago Whistle MacUser Mitglied

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    Hast Du denn eine Auftragsbestätigung geschickt?
     
  4. JürgenggB

    JürgenggB MacUser Mitglied

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    Wie m0mo schon schrieb:

    Sofern Du nichts Schriftliches vorweisen kannst, Auf-
    tragsbestätigung oder Vertrag, sortiere es unter
    Fahrlässigkeit Deinerseits ein und unternehme nichts.

    Diese Erfahrung macht wohl jeder Selbstständige/
    Freelancer mal. Hoffentlich nur einmal :mad:

    Würde Dir raten, die Vertragswerke vom Pyramide-
    Verlag zu kaufen (Designers's Contract uund ähn-
    liches dort zu haben).

    Die Investition lohnt sich allemal!

    Gruss Jürgen
     
  5. LLI

    LLI Thread Starter MacUser Mitglied

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    Einen unterschriebenen Auftrag bzw. unterschriebenes Angebot habe ich nicht erhalten.

    Eine Auftragsbestätigung meinerseits gab es auch nicht.

    Auf der anderen Seite: hätten der Kunde nicht schon früher, nach Vorlage erster Arbeiten reagieren müssen, anstatt uns in dem guten Glauben zu lassen, dass der Job auch zuende geführt werden soll?

    Gibt es da nicht irgendeine juristische Bezeichnung für? Mein Jura-Repetitor liegt leider schon ein paar Jahre hinter mir, aber ich bilde mir ein, das es für solche Fälle eine Begrifflichkeit gibt.

    OLLI
     
  6. kemor

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    Na ja, es gibt sowas, wie ein "mündliche Auftragserteilung".
    Allerdings wird es wohl schwer, noch einem Jahr eine
    mündliche Zusage/Auftragserteilung nach zu weisen ...

    Gruß
     
  7. JürgenggB

    JürgenggB MacUser Mitglied

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    Arbeiten nach Treu und Glauben?

    Dein Problem ist, bei einer gerichtlichen Auseinander-
    setzung steht Wort gegen Wort. Bestenfalls kommt
    es zu einem Vergleich. Ergo, nur Kosten!

    Die Beweislast trägst Du, wie willst Du den Auftrag
    beweisen? Indem Du Deine bereits geleistete Arbeit
    dem Gericht vorlegst?

    Die sagen Dir glatt: Das kann ja jeder machen, sich
    hinsetzen, sich einen „Kunden”raussuchen und eine
    Website basteln. Und dann eine Rechnung stellen.

    Sorry, vergiss weitere Schritte!

    Mit Mitgefühl

    Jürgen
     
  8. LLI

    LLI Thread Starter MacUser Mitglied

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    Naja, geht auch nur um ein paar Hundert Euro, das können wir noch verschmerzen.

    Wirklich angepisst bin ich halt über dieses unseriöse Verhalten. Erst mal machen lassen und dann kurz vorm finalen Termin absagen.

    Zumal es sich hier um den Lieferanten eines anderen – guten – Kunden handelt, für den wir auch eine Webseite gebastelt haben. Mit dieser sollte der – schlechte – Kunde verlinkt werden. Fand er ganz toll, machen sie mal, Input liefern wir etc. pp. Blablabla ...

    So etwas kannte ich bisher nicht ... und ich kenne einiges ;-)

    Vielleicht fällt mir noch eine nette Retourkutsche ein. A...LOCH!

    Erst mal Danke für eure Kommentare!

    OLLI
     
  9. JürgenggB

    JürgenggB MacUser Mitglied

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    Dann probiere es doch durch die Hintertür bei dem
    guten Kunden. Vielleicht kann dieser dahingehend
    intervenieren, dass die Site doch endlich mal ver-
    linkt wird. Es dient doch gemeinschaftlichen Wirt-
    schaftsinteressen.

    Wäre eine Gelegenheit, doch noch an das Geld
    und evetuell mehr zu kommen. Vorausgesetzt,
    Du bist nicht unhöflich zu „Batman” gewesen.

    Gruss Jürgen
     
  10. kemor

    kemor Banned

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    "Verbrannte Erde" ist immer schlecht. Möglicherweise
    ergibt sich ja doch noch was - und wenn Du noch einen
    Trumpf im Ärmel hast (mit dem guten Kunden) dann
    sind die Messen ja noch nicht gesungen ;) Warte mal
    ab und mach es evtl. (wie Jürgen sagte) politisch, indem
    Du dem guten Kunden den Floh ins Ohr setzt, daß der
    schlechte Kunde (aber nicht so benennen - nicht den
    Schlechten vor dem Guten schlecht machen!) doch
    auch ganz gut zur Webside des Guten passen würde ...

    BTW.: kann man noch folgen? "Gut" vs. "Schlecht"??? :/

    "Diplomatie" ist hier gefragt, aber bloß nicht der "Holz-
    hammer"!
     
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