Aperture - iPhoto: Unterschiedliche Farbdarstellung

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  1. Pat Mactheny

    Pat Mactheny Thread Starter MacUser Mitglied

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    Hallo zusammen.
    Nachdem ich in den letzten Tagen meine Photos aus iPhoto in meine Aperture-Library kopiert habe, ist mir heute einmal beim
    Cross-Check beider Programme aufgefallen, daß Aperture alle Bilder geringfügig kontrastreicher darstellt und in einigen Fällen
    kühlere Farbtendenzen aufweist. Da es sich ja beides um Apple-Programme handelt, habe ich eigentlich erwartet, daß die
    Farbabstimmung besser funktionieren würde.

    So sieht das Bild in iPhoto aus:

    [​IMG]

    So wird das gleiche Photo in Aperture angezeigt:

    [​IMG]

    Das Photo wurde ganz »normal« per Drag-And-Drop kopiert, an den Farb- oder Profileinstellungen wurden keine
    Veränderungen vorgenommen.

    Mich würde ganz einfach mal interessieren, ob ich Aperture so einstellen kann, daß die Farben dort genauso aussehen wie in
    den anderen Apple-Programmen. Das Problem betrifft ja nicht nur iPhoto, sondern auch alle anderen Programme, die Photos
    anzeigen können: Vorschau, Mail, Pages... etc.

    Etwas ratlos derzeit ist Pat Mactheny.
     
    Zuletzt bearbeitet: 18.02.2007
  2. Pat Mactheny

    Pat Mactheny Thread Starter MacUser Mitglied

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    Ach ja, das kommt davon, wenn man nicht aufpaßt! Den Bildern
    beim Importieren kein Color-Sync-Profil mit auf den Weg
    gegeben und schon weißt Aperture, ganz das Profi-Programm,
    allen »heimatlosen« Photos das »AdobeRGB (1998)«-Profil zu.
    Kein Wunder, daß dadurch die Bilder so unterschiedlich ausgesehen
    haben.
    Danke an Carsten vom Aperture-Forum!
    Viele Grüße von Pat Mactheny.
     
  3. Hemi Orange

    Hemi Orange MacUser Mitglied

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    Also erstens sehe ich keinen Unterschied (Safari) und zweitens macht gerade iPhoto gerne ganz wilde Sachen mit dem Farbmanagement. Die Problematik abweichender Farben tritt bei mir z.B. immer im umgekehrten Fall auf - von Aperture in iPhoto. Und das obwohl Aperture sauber sRGB dranhängt.

    Das mit AdobeRGB wußte ich noch nicht. Ist das Vermutung oder bewiesen? Denn eigentlich arbeitet Aperture intern mit einem viel größeren Farbraum (ich meine mal was von ProPhotoRGB gelesen zu haben), insofern ergibt das Anhängen von AdobeRGB eigentlich wenig Sinn.

    P.S. einer meiner Lieblingsfilme! :upten:
     
  4. Pat Mactheny

    Pat Mactheny Thread Starter MacUser Mitglied

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    Hallo Hemi Orange,
    wenigstens einer der Aperture-Photo-Getreuen meldet sich hier auf meine, wie es scheint, doch etwas knifflige Frage... .
    Mmh, interessant. Mit welchen Profil arbeitest Du denn?
    Ich habe meinen iMac seit dem GretagMacbeth-Workshop konsequent auf D50 und Gamma1.8 kalibriert, obwohl ich das
    auch nicht direkt Kalibration nennen möchte, was ich da momentan mache. Ich habe einfach die Apple-Vorgaben aus
    den Systemeinstellungen auf D50 und 1.8 umgestellt. Anfangs war das alles ein bißchen ungewöhnlich warmtonig, aber jetzt
    wäre mir das iMac-Profil entschieden zu kühl. D50 ist auch wesentlich augenfreundlicher, merke ich.

    Die eigentliche Kalibration steht mir ja noch bevor. Dafür habe ich mir ja schon das Eye-One-Tool gekauft, was aber erst so
    richtig Sinn macht einzusetzen, wenn ich den neuen Epson-Drucker habe... .

    Also mit dem D50-Profil müßtest Du eindeutig die unterschiedlichen Blautöne bemerken. Das obere ist dann ein
    wenig ins Türkis gehende Blau, das Aperture-Bild deutlich kontrastreicher und kühler... . (Safari- und Firefox-getestet!)

    Was iPhoto macht, ist mir steckenweise auch sehr rätselhaft. Da läßt sich ja seitens der Profile nun gar nichts einstellen... .
    Es ist und bleibt ein nettes Tool zum Einstieg. Aber irgendwann nervts... .

    Also, ich habe heute noch einmal ein bißchen rumgetestet und herausgefunden, was die Ursache für »AdobeRGB (1998)«
    gewesen ist: die Vorschau-Bilder aus dem Bilderbrowser, die man ja auch per Drag-And-Drop zum Beispiel auf den Desktop
    ziehen kann, sind alle in »AdobeRGB (1998)«. Wenn man die Bilder wie empfohlen über den Shortcut [Shift]+[Apfel]+[e]
    exportiert, wird das Profil, was hinterlegt ist oder das, was man in der Voreinstellung als Export-Profil präferiert hat, ausgewählt.
    Ich habe früher, zu iPhoto-Zeiten, die Bilder immer gleich aus dem Vorschau-Browser exportiert, das geht jetzt mit Aperture
    natürlich nicht mehr. Zumal auch die Qualität darunter leidet... .

    Ich finde den Auftritt der »Yardbirds« einfach so genial! Jeff Beck zertrümmert in The Who-Manier die Gitarre und Jimmy
    Page, späterer Led Zeppelin-Mitbegründer, grinst sich einen ab. Köstlich...!
     
  5. Hemi Orange

    Hemi Orange MacUser Mitglied

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    Ich hab 'nen iMac 24", der ist mit einem Spyder2 auf Gamma 2.2 und Weißpunkt bei 6500k kalibiriert. Auch wenn ich Safari auf mein zweites Display (ACD 23") verschiebe, sehe ich keinen Unterschied.

    Selbst unter Firefox auf meinem Powerbook sehe ich keinen Unterschied. :confused:
     
  6. Pat Mactheny

    Pat Mactheny Thread Starter MacUser Mitglied

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    Nun ja, dann wird das wohl eines der vielen ungelösten Mysterien
    digitaler Lebenserleichterung bleiben. Deswegen lasse ich mir aber
    jetzt keine grauen Haare wachsen... .
     
  7. ThoRic

    ThoRic MacUser Mitglied

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    Also der unterschied ist gravierend, wenn man denn mit einem nicht 1.8er Monitor die Bilder in Safari betrachtet.

    Denn das eine Bild ist mit nem 1.8er Gamma Profil getagged, das andere ist ohne Profil. Ist nun das eigne display per Gamma 1.8 kalibriert ist der Unterschied kaum noch zu sehen.
    Aber selbst dann ist Version 2 ruiniert, denn z.B. auf dem Rücken des Mannes sind große Teile auf R=G=B=0 aus dem Range gekippt.

    D&D ist m.E. keine Methode um Bilder zwischen nicht farblich synchronisierten Anwendungen auszutauschen. Schliesslich ist das auch eine der effektivsten Methoden um IPTC und EXIF Informationen zu tilgen.

    MfG

    ThoRic
     
  8. Hemi Orange

    Hemi Orange MacUser Mitglied

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    Hmm....das stimmt. Wenn ich die beiden Bilder auf dem Desktop speichere und mit Vorschau ansehe, dann erkenne ich auch einen Unterschied - aber nur in dem blauen Balken unten (eins von beiden hat mehr Rot+Grün), im B/W-Bereich sehe ich dagegen nix. :confused:
     
  9. ThoRic

    ThoRic MacUser Mitglied

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    Also gut....

    nochmal langsam zum mitdenken:

    Ein Bild, beide male miteinem 1.8er Gamma irgendwo hin transformiert (also z.B. nach Graustufen, wird einmal mit dem 1.8er Gamma Profil gesichert und einmal ohne.

    Betrachtet man nu die beiden bilder an einem Display das auf ein Gamma von 2.2 kalibriert/eingestellt ist, so wird, sofern Colormanagement zum Einsatz kommt, die eine Variante mit Profil als 1.8er dargestellt, weil das Profil das so verlangt. Das andere Bild, ohne Profil wird mit dem Display Gamma dargestellt, also mit 2.2. Somit sehen die Bilder dort sehr unterschiedlich aus. Das ist wohl bei mir der Fall.

    Bei dir Hemi ist es wohl so, das dein Display mit dem selben Gamma arbeitet, das auch eigentlich an die Bilder gehört. Sprich das bild mit Profil wird aufgrund der Profilansage 'Ich gehöre mit Gamma=1.8 dargestellt' mit einer quasi nulltransformation bearbeitet, das andere wird mangels genauerer Angaben einfach mit dem Monitorprofil/Gamma angezeigt, was 'zufälligerweise', dem entspricht, was auch einer ordentlich profilierten Version des Bildes angehängt worden wäre.

    Jetzt klarer?

    MfG

    ThoRic
     
  10. Pat Mactheny

    Pat Mactheny Thread Starter MacUser Mitglied

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    Also in dieser Konstellation bekommen die Bilder schon einen
    »brutalen« Kontrast! Das tut dann ja schon richtig weh... .
    Ist eigentlich Gamma 2.2. Standard bei Photo-Anwendungen?
    D50 ist jedenfalls, das habe ich beim GretagMacbeth-
    Kalibrationsworkshop gelernt, absoluter Usus im Druckerei-
    gewerbe.
    Ich hoffe, ich bin mit meinem Profil jetzt nicht ein halbes Jahr
    auf Irrwegen gewandelt... .
    Gruß Pat Mactheny.
     
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