Analogmaterial Digitalisieren mit welcher ext. Box am besten???

Dieses Thema im Forum "Digital Video" wurde erstellt von macbook, 09.05.2004.

  1. macbook

    macbook Thread Starter MacUser Mitglied

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    Hallo,

    vor gut einem halben Jahr habe ich schon einmal mit einer geliehenden Dazzle Creation Station 200 an einem Windows XP Rechner analoges Videomaterial (VHS) digitalisiert und mit Menü usw. auf DVD gebrannt. Das funktionierte mit der mitgelieferten Software mehr schlecht als recht (das Material war ok, nur die Bearbeitung dessen war naja sch... ).
    Nun habe ich ein iBook G4 800 MHz und würde mir gerne eine eigene externe Digitalisierungsbox holen. Nur weiß ich nicht so genau welche. Angeschaut hatte ich mir von Formac (Modellname weiß ich leider nicht mehr) mal eine und auch eine Pinnacle Studio MovieBox DV.
    Gerne würde ich die Box möglichst an beiden Geräten WinXP-Rechner und iBook benutzen wollen.
    Bei dem Formac-Gerät denke ich fällt das wohl schon aus, da es wohl nur am Mac funktioniert, oder?
    Bei dem Gerät von Pinnacle steht, das es an beiden, Win und Mac funktioniert, aber Software nur für Win beiliegt. Nagut, Software kann man (wenn man muss) nachkaufen, Anschlußmöglichkeiten meist nicht. Und für den Anfang ist ja iMovie da.
    Meine Ansprüche sind eher in die Richtung, daß das Material bestmöglichst ausgelesen und digitalisiert wird. Weniger der Zeitfaktor dafür, also es muss nicht unbedingt Echtzeit sein. Es soll aber auch bezahlbar sein, also nicht berufsmäßig sondern eher als Hobby.

    Gibt es noch andere Boxen (habe gerade was von Canoplus (?) gelesen), oder Firmen die empfehlenswert sind? Was habt Ihr so für Erfahrungen gemacht?
    Wie genau kann ich mir das mit dem Speichern von Daten beim Mac vorstellen, was genau ist DV-Strom? Beim Win-PC hatte ich MPEG2-Dateien, wo die Qualität (sehr gut) und Codierung bei gut einer Stunde bei knapp 4,5 GB lagen.
    Kann ich diese Dateien auf mein WinPC übertragen und dort weiterbearbeiten? MPEG2-Dateien lassen sich ja auf den Mac übertragen und dort bearbeiten.
    Achso Hardwaremäßig Mac: iBook G4 800MHz, OS 10.3.3, 30 GB Platte, 640 MB Ram
    PC: AMD 2200+, WinXP Pro, 120 GB, 512 MB Ram
    Also Plattenplatzmäßig ist der WinPC klar im Vorteil.

    Würde mich freuen, wenn mir jemand allgemeine Tips und Tricks geben kann und vielleicht, mit welchen Geräten Ihr so arbeitet.

    Achso: Extern sollte es schon sein, da es an beiden Geräten funktionen soll und beim iBook der Einbau so schlecht möglich ist.

    Danke und schönes Wochenende.
    MacBook
     
  2. Wrecker

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    Ich selbst capture Videos immer noch mit meiner Fast (jetzt Dazzle) AV Master. Das ist eine interne Steckkarte, die seit 2000 nicht mehr produziert wird und Windows bis Win98 unterstützt. Externe Lösungen wären für mich erst mit Firewire-Schnittstelle interessant. Die ersten USB-Lösungen waren zu langsam und lieferten eine miserable Qualität und zu viele Droped Frames. Über aktuelle Extern-Lösungen mit USB 2.0 weiß ich leider keine Erfahrungen zu berichten.

    Das Problem bei Deinem Schlepp-Mac sehe ich eher in der Festplattenkapazität. Für Videoschnitt, und vor allem für das Capturen kann eine Festplatte nicht schnell genug sein. Ideal wäre eine separate Platte nur für Videoschnitt, besser noch zwei Platten im Raid-Verbund. Die Platte sollte mindestens 7200 Umdrehungen schaffen, was bei keiner Notebook-Platte der Fall ist. Eine fragmentierte Platte macht sich beim Capturen schnell bemerkbar durch Droped Frames oder extrem lange Rechenzeiten beim Rendern. Da macht Videoschnitt wirklich keinen Spaß!

    Dein PC scheint mir da deutlich besser für gewappnet zu sein. Ich könnte Dir die Anschaffung einer AV Master empfehlen. Vorausgesetzt Du kannst Dich mit Windows 98 abfinden (vielleicht als zusätzliches System). Die Karte bekommst Du mitlerweile für max 100 Euro bei ebay, und Ulead Media Studio Pro ist meißtens noch mit dabei, was zum Schneiden auf dem PC mit das beste ist.

    Zu bedenken ist generell, daß die meißte Capture-Hardware mit einem Hardware-Codec arbeitet, der die Daten schnell komprimiert. Deshalb funktioniert die AV Master z.B. sogar auf Pentium 1-Rechnern mit 166 MHz!!! Eine Hardware-Compression hat aber den Nachteil, daß das gecapturte Rohmaterial nicht auf anderen Rechnern,ohne passende Hardware weiterbearbeitet werden kann. Ein Capturen am PC und weiterverarbeiten am Mac ist somit leider nicht möglich, wenn die Hardwware nur für PC ist.
     
  3. mrwho

    mrwho MacUser Mitglied

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    Ich hatte selbst einen Dazzle Av Master, die Hardware war wirklich gut, aber die Treiberunterstützung die Hölle. :mad:

    Gut daß es da Unterstützung aus der Community gab, erst du 4.25 Version warwirklich brauchbar - die Karte neigte zu Schluckauf.

    Die Firma die du meinst lautet Canopus und ich verwende die ADVC-50, einen interen AD-Wandler mit Firewireanschluss.

    Für ein iBook und wenn du auf beiden Rechnern damit arbeiten willst empfehle ich die ADVC-100(kann auch wieder Video ausgeben) oder die ADVC-55(ohne Video-out).

    Software kannst du jede verwenden die DV unterstützen...Premiere, Virtualdub, WinDV, iMovie ectectect...

    Die Adapter liefern ein DV-Signal über Firewire, wie die Videokameras mit einer Kompression von 1:5 ~13Gigabyte die Stunde in bester Qualität.

    Leider um einiges größer als mpeg2, es gibt externe Boxen mit mpeg2-Hardwareencodern, aber wie da die Unterstützung am Mac aussieht kann ich nicht sagen.

    @@Wrecker: Das aufgenommene Material ist sehr wohl auf jedem anderen Rechner weiterbearbeitbar, da im mpeg2-Standard und so nicht mehr von der Hardware abhängig.

    Der Encoder auf dem AV.Master wandelt nur das eingehende Signal um, sollte das Video nochmal komprimiert werden müssen läuft das alles über den Rechner alleine.
     
    Zuletzt bearbeitet: 11.05.2004
  4. Wrecker

    Wrecker Banned

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    Stimmt! Ich bin noch von der Tatsache ausgegangen, daß die AV Master in AVI captured. Und da braucht es den Hardware-Codec. Final Cut öffnet die Streams zwar und zeigt auch die Vorschau in der Timeline, beim erste Versuch diese aber zu bearbeiten schmiert es ohne Erbarmen ab.

    Wie gesagt ist eine externe Lösung nur als Firewire sinnvoll. Bleibt jedoch das Problem mit der Festplatte.
     
  5. pagodeiro

    pagodeiro MacUser Mitglied

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    ich habe einen iMac mit 800 MHz, sicher nicht deutlich schneller als dein iBook. Und keine Probleme mit Videobearbeitung.
    Ich nehme zum Digitalisieren die Dazzle Hollywood-Bridge (funktioniert an PC und MAC, funktioniert sogar stand-allone ohne Computer). An die kann man S- oder C-Video anstecken und über Firewire als DV ausgeben. iMovie sieht die Bridge als Kamera und zeichnet die Videos auf. Nach dem Bearbeiten, Markierungen fürs Menü setzen etc. Export über Quicktime nach MPEG2. Jetzt noch den AIF Audiostream nach AC3 umwandeln und ab damit in DVDStudioPro. Der grösste Broken für den Rechner ist der DV-Strom aus der DV-Bridge. Etwa 2 GB für 10 min. Meine Platten haben das bisher immer geschafft, sogar eine externe 80 GB FW-Platte am selben Bus, mit nur 5400 Ump.
    Am längsten dauert die MPGEG-Konvertierung, etwa 5...7 Stunden pro Spielfilm. Das ist ein Job für über Nacht und da würde sich ein schnellerer Rechner wohl positiv bemerkbar machen. Der Datenstrom hierbei hält sich in Grenzen, es wird ja alles auf insges. 4,4 GB maximal geschrumpft.

    Alles im allem bin ich mit der Videofähigkeit des Mac mehr als zufrieden. Alles läuft sicher, verlässlich und professionell. Während der Digitalisierungs- und Konvertierungsphasen kann man den Rechner parallel sogar anderweitig benutzen, surfen, Word etc. ohne das dem Video was passiert. Probier das mal mit ner Dose.

    Pagodeiro
     
  6. mrwho

    mrwho MacUser Mitglied

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    Stimmt, da komme ich immer ins Schwitzen wenn ich das mache :(


    5-7Stunden pro 1 Stunde Spielfilm bei 800Mhz, ein guter Vergleich einmal.

    Auf einem P4 2,4Ghz braucht ich für 1Stunde Material in etwa 1,5Stunden.

    Selbst eine Firewire sollte ~3Mb/sec schaffen = 2Gig für 10min.
     
  7. Interelectronix

    Interelectronix MacUser Mitglied

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    Die Pinacle Box läuft ohne Probs am Mac. Ich habe auch ein Iboog G4 800 und habe es probiert. Für die konvertierung DV->Mpeg2 darfst du aber ordentlich Zeit einkalkulieren.

    Ganz ehrlich: Spaß macht das keinen mehr. Aber für sowas ist auch der Powermac da.
     
  8. macbook

    macbook Thread Starter MacUser Mitglied

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    Danke für die Tips

    Hallo,

    ja recht herzlichen Dank für die Tips. Ist ja doch noch einiges zusammengekommen.

    Also das DV recht groß wird, habe ich als Erfahrung gerade am Win-PC gemacht. Und da dort die Platte schon recht voll wurde, überlege ich halt eine externe FireWire / USB2 Festplatte zu holen. Damit dürfte sich der fehlende Plattenplatz relativieren.
    Ich denke FireWire sollte wohl schnell genug sein, die Daten auf die Platte zu übertragen und eine moderne Platte auch schnell genug um die Daten zu speichern.

    Das das Rendern am iBook sicherlich keinen Spaß aufgrund der Geschwindigkeit macht ist mir schon klar, nur ist mein goldsch... Esel abgehauen und so wird das mit dem G5 noch ein Weilchen warten. Außerdem muss mich auch der Kleine überzeugen, das er seine Arbeit gut und ordentlich macht, dann kann gerne auch ein großer Bruder (in weiter Ferne) mal dazukommen. Und dann rendert der iBook halt über Nacht, na und..? Wie schon geschrieben, kommt es mir hierbei mehr auf Qualität als auf Schnelligkeit an.

    Da das iBook kein DVD-Brenner hat, mein WinPC aber schon, kann ich den irgendwie an den Mac über FireWire oder Netzwerk-Lan so anschließen, das ich iDVD zum Brennen nehmen kann oder kann ich die Menüs usw. so exportieren, das ich diese auf dem WinPC z.B. mit Nero brennen kann?

    Mit welchen Boxen digitalisiert ihr denn? Und sind diese gut? Also ich hatte eine Dazzle Creation Station 200 mit MovieStar 5 und in den Foren fand ich nur den Hinweis, das Version 4 wesentlich besser war. Canopus, Pinnacle (Dazzle) und Formac sind also die Firmen mit externen Videoboxen. Gibt's für den Hobbybereich noch andere? Zu Formac hat noch keiner was geschrieben, so wenig verbreitet?

    Kann ich eigentlich mit iMovie (aus iLife '04) leicht Videos schneiden, mit Effekten versehen und nachher als MPEG2 für DVD rendern? Oder ist die Qualität nicht so doll? Hab so ein bißchen die Befürchtung das iMovie in etwa wie Windows MovieMaker ist. Schließlich gibts ja auch noch FinalCut Pro und Express.

    Ok, auf jeden Fall großen Dank nochmal. clap
    MacBook
     
  9. Wrecker

    Wrecker Banned

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    iDVD und die anderen gratis Mac-Programme brennen leider nur mit original im Mac verbauten Brennern und Superdrives. Das kann man zwar auf dem Mac mittels Patchburn ändern und auch Fremdlaufwerke ansteuern, das Brennen vom Mac aus auf den PC ist über Netzwerk leider nicht möglich. Die einfachste Lösung wäre auch Deinem Brenner ein externes Firewire-Gehäuse zu spendieren.

    Für Professionelles Arbeiten wäre FinalCut sinnvoll, kann hier aber leider wenig zu sagen, da ich das nur mal kurz ausprobiert habe. Habe wie gesagt ein funktionierendes PC-Schnittsystem und der G5 war teuer genug, da is nix mehr über für'n Mac-Schnittsystem. Außerdem hätte mein PC sonst garnix mehr zu tun ;)

    Eine Vernetzung Mac-PC wäre sowieso sinnvoll. Zum Daten verschieben, drucken, internetsharing, etc. Geht per Hub/Switch, Router oder einfach per CrossOver-Kabel, wenn's nur zwei-Rechner sind. Ist dank OSX supereasy, aber das ist jetzt ein bisschen offtopic. Einfach mal googlen oder die Suchfunktion nutzen.

    Habe selbst drei PCs und drei Macs vernetzt. Mein Server, an dem auch der Laserdrucker hängt läuft unter XP, die anderen PCs unter 98 und 98 SE. Nur mein alter Pulsar unter OS 9.1 kann nicht auf die PCs zugreifen, da ich auf den ganzen Ärger mit Dave und Co. keinen Bock mehr habe. Mal gings mal nicht :(
     
  10. Interelectronix

    Interelectronix MacUser Mitglied

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    Für den Mac muß die Formac Box recht gut sein. Am PC läuft sie halt nicht.

    Die Pinncale (FW) Box läuft problemlos auf beiden Platformen. Außerdem wir die noch in Deutschland gebaut. Preislich nimmt sich das nicht viel und das Geld bleibt im Land.
     

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