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Wie gut ist das iPad als Fotoalbum (Photo Portfolio) geeignet?

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  1. #1
    bulbfiction
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    Liebe Fotografen und ambitionierten Fotoamateure,

    jetzt mal Butter bei die Fische, wie gut funktioniert das iPad als Fotoalbum bzw. als Portfolio-Mappe?

    Dass man sich Fotos nett auf dem iPad anschauen kann ist klar, zommen und blättern ist sicher auch nett... aber schauen wir mal etwas genauer hin.

    Soweit ich verstanden habe, ist es nicht möglich ein JPG in Reinform auf das iPad zu kopieren. Es geht nur per Sync mit iTunes und dabei wird das JPG von iTunes "optimiert". Das heißt, es wird ggf. verkleinert und Schärfe, Farben und Kontraste können sich (theoretisch) auch ändern. Wie schlimm ist das in der Praxis für einen Fotografen, wie sehr "verschlimmbessert" iTunes die Bilder?

    Ich arbeite hauptsächlich mit Lightroom. Wie sieht dann der Workflow aus?
    1. Bilder aus Lightroom in einen Ordner exportieren
    2. Den Ordner in iTunes laden
    3. iPad synchronisieren

    Geotagging würde ich gerne nutzen. Nachdem ich das
    http://neunzehn72.de/fotos-aus-light...ad-ubertragen/
    gelesen habe, muss ich dann mit dem Workflow noch den Umweg über iPhoto gehen, damit die GPS-Daten in den EXIF-Daten erhalten bleiben?

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  2. #2
    wazup
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    Das mit dem Umwandeln der Bilder ist etwas nervig, besonders, wenn man nur einen langsamen Rechner hat und iTunes sich spontan entscheidet ohne Grund alle Bilder erneut umzurechnen. Die werden ansonsten lokal auf dem Rechner gecacht.

    Auf dem 1.5 Ghz Mini dauert das Umwandeln von 2800 Bilder gerne mal eine Stunde. Werde wohl mehr Speicher einbauen müssen, um das zu kompensieren.

    Die Qualität geht in Ordnung. Ich hab keine Ahnung wie klein er die Bilder rechnet, aber selbst wenn es nur 1024x768 sind. Die Bildqualität ist verglichen mit dem original hervorragend und spart deutlich Platz, was besonders bei kleinen Pads von Vorteil ist. Da man die Bilder nicht mehr aus dem Pad bekommt (außer man versendet sie), ist das kein Nachteil. Sie werden ja nur zur Ansicht auf dem Pad optimiert.

    Geotags geht nicht verloren. Im Gegenteil, sobald auch nur ein Bild mit Geotag drin ist, aktiviert sich ein neuer Schalter in der Oberfläche. Jetzt bekommt man wahlweise nicht nur alle Bilder, oder die Albumübersicht (entspricht den Verzeichnissen des Bilder Ordners von OSX), sondern auf Wunsch auch eine Weltkarte geliefert, die mit Pins die verschiedenen Ort anzeigt, an denen Fotos entstanden sind. Zoomt man in die Karte springen nah zueinander liegende Pins ausseinander, so das man nie einen Pinmüllberg zu sehen bekommt, wie man ihn von anderen Programmen kennt. Tippt man auf einen Pin erscheint der Albumbilderhaufen direkt neben dem Pin in einer Sprechblase, den man zum hineinspicken auseinanderziehen kann. Das ist alles sehr schön gemacht.

    Wenn mit dem CameraKit Bilder auf das Pad übertragen werden, bleiben die normal und unverändert und direkt auslesen wie Screenshots. Ob das Pad die umrechne nochmal intern fürs Album umrechnet, weiss ich nicht, da ich kein Kit habe. Sobald man das iPad an einen Mac klemmt, fragt die OSX Software nach ob man alle Bilder rausziehen will und wohin.

    Was deinen Workflow angeht, genau so geht das. Ich hab den Bilder-Ordner des aktuellen Nutzers immer direkt mit Bildern versorgt. Bei nächsten Sync findet iTunes die und fügt sie hinzu, wenn man beim Bildersync den Modus "alle" gewählt hat oder der Ordner bereits aktiviert ist.

    Wenn du das iPad als verlustfreien Imagetank nutzen willst, dann mußt du die Bilder auf eine Karte schreiben und mit dem Camera Kit einlesen.

    Alternativ über eine App, die die Bilder über iTunes-Shares direkt und ohne Wandlung annimmt. Das unterbindet natürlich die Nutzung der internen App und des Bildrahmenmodus, weil die Bilder für den internen Anzeiger und alle anderen Programme somit auch, nicht sichtbar ist. Diese Bilder lassen sich dann auch nur über den Umweg "Eigene Bilder" mit anderen Programmen bearbeiten, sie landen dann also wieder genau da, wo sie mit dem Kamerakid auch gelandet wären. Das ist natürlich ziemlich umständlich. Der Ersatzbildanzeiger sollte dann mindestens die Qualität des Originals haben. Ich hab bisher noch keinen gefunden.

    Wazup

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  3. #3
    DerPicknicker
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    @Wazup: Sehr ausführliche und tolle Erklärung. Kannte das zwar alles schon, finde es aber klasse, dass du das alles noch mal zusammengefasst hast (was mit der Suche ansonsten auch gefunden worden wäre, (kleiner Seitenhieb an den Threadersteller )

    Ich habe meine Bilder alle in Aperture und definiere im Karteireiter Bilder, welche Ereignisse oder Alben ich aufs iPad haben möchte. Ein Export in einen Ordner auf der HDD halte ich für ziemlich umständlich und eigentlich auch unnötig.

    Übrigens: Dreckiges Geschirr schimmelt nicht, wenn man es einfriert...
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  4. #4
    crab
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    Die Bilder werden schon ziemlich heruntergerechnet, und zwar bei 4:3 auf 2048 x 1536 Pixel. Hat man diese mit ca. 12 Megapixel aufgenommen und sie so zuvor im Original betrachtet, sehen sie schon unschärfer aus, insbesondere wenn man anfängt hereinzuzoomen. Allerdings sind die Bilder auf einem Mac selbst auf einem Laptop noch meist größer und somit detaillierter dargestellt, da die Fläche einfach größer ist. Verkleinert man das Fenster auf iPadgröße sieht man praktisch keinen Unterschied.

    Aber wie gesagt, beim Hereinzoomen werden die Unterschiede logischerweise sofort sichtbar, insbesondere wenn man das Originalbild kennt. Führt man die Bilder auf dem iPad anderen Leuten vor, bemerken sie diesen Unterschied natürlich nicht (wie auch).

    Dennoch wäre mir es lieber, wenn man - wie beim Versenden von großen Bildern via Mail - bei der Synchronisation angeben könnte, die Bilder auch in der Originalgröße oder einer Zwischengröße zu übertragen.

    Man kann die Bilder auch mit anderen Tools verlustfrei übertragen, aber ich kenne keines, mit dem man viele Bilder mit einem Schwung kopieren könnte.

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  5. #5
    Pors
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    Zitat von crab
    Die Bilder werden schon ziemlich heruntergerechnet, und zwar bei 4:3 auf 2048 x 1536 Pixel.
    Ja, aber die Bilder werden nur dann heruntergerechnet, wenn sie auf der langen Seite länger als 2048 oder auf der kurzen Seite länger als 1536 sind. Wenn man also Bilder mit dem iPad synchronisiert, die in einen Rahmen von 2048 x 1536 Pixel (bzw. 1536 x 2048) passen, wird in iTunes nichts skaliert.
    Ich habe mir in Lightroom zwei Exportpresets erstellt (eins für querformatige Bilder, eins für hochformatige), die mir die Bilder auf die gewünschte Größe skalieren. Dann geht die Synchronisation mit iTunes schneller und ich kann die Qualität der heruntergerechneten Bilder besser steuern (z.B. was Nachschärfen angeht).

    Siehe auch hier: http://lightroomkillertips.com/2010/...port-settings/

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  6. #6
    bulbfiction
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    Zuerst mal vielen Dank für die tollen und ausführlichen Antworten! Da sind ja einige nützliche Informationen enthalten.

    Dann kann ich in Lightroom ja fürs Ipad in 2048x1536 exportieren und habe die Schärfe dann sicher besser unter Kontrolle als wenn iTunes umrechnet.

    Mit Drittanbietertools die Bilder in voller kopieren kommt für mich wohl nicht in Frage, weil ich die Bilder ja in der Foto App nutzen möchte und nicht in einer Drittanbieter App.

    Apropos Foto App und ihre Funktionen. Ich habe (noch) zwar kein iPad aber ein iPhone zum testen. Ich habe mal ein paar Bilder rübergeschoben über den Weg Lightroom > iTunes > iPhone. Nun sind die Bilder alle in einem Album. Um mehrere Alben hinzubekommen könnte ich zwar mehrere Ordner anlegen (das scheint wirklich nur auf der obersten Ebene von "Bilder" zu gehen, ich kann in iTunes keine Unterordner anwählen)... wie auch immer, aber um so Funktionen wie Alben, Faces, Places richtig zu nutzen, da scheint man an iPhoto wohl nicht vorbeizukommen habe ich den Eindruck (es sei denn man nutzt Aperture, aber ich werde sicher nicht von Lightroom nach Aperture umsteigen).
    Also nicht Lightroom > iTunes > iPhone
    sondern Lightroom > iPhoto > iTunes > iPhone

    Jedenfalls, ich werde mal weiter ausprobieren, und bedanke mich nochmal für die Tipps. Weiterhin bin ich sehr an Erfahrungsberichten zu dem Thema interessiert... "das iPad ist das neue Portfolio", "mein Killerfeature ist...", "meine Kunden sagen..."

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  7. #7
    Pors
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    Zitat von bulbfiction
    Weiterhin bin ich sehr an Erfahrungsberichten zu dem Thema interessiert... "das iPad ist das neue Portfolio", "mein Killerfeature ist...", "meine Kunden sagen..."
    Ich bin kein Profifotograf, der Kunden zu bedienen hat (glücklicherweise möchte ich sagen ), habe aber mit dem Zeigen der Bilder, die ich aufs iPad kopiert habe, sehr gute Erfahrungen gemacht. Durch die einfach, intuitive Bedienung, kann man das iPad ohne Probleme aus der Hand geben und die Leute gucken sich wirklich gerne die Bilder an - teilweise mit ein bis zwei Schulterguckern. Und wer fertig ist, gibt das iPad weiter und der nächste navigiert sich durch das Portfolio. Wunderbar - hier hält das iPad zu 100% was es versprach.

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  8. #8
    schweini63
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    Ich finde die Darstellungsqualität der importierten Fotos sehr gut. Allerdings bin ich sehr enttäuscht von den Verwaltungsmöglichkeiten auf dem iPad. Die sind nämlich nicht vorhanden....! Auch die Synchronisation mit dem PC finde ich nicht wirklich innovativ. Sie ist umständlich und absolut unkomfortabel. Erst durch die Infos hier in diesem Thema hier, konnte ich einzelne Alben erstellen...

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  9. #9
    DaPetra
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    Hallo,

    also ich habe auch eine Weile probiert und bin zur Zeit soweit, dass ich die Bilder mit Aperture soweit aufbereite, Auflösung,Schärfe und so Dinge, diese Bilder dann exportiere und in einem Dropbox-Ordner speichere. Mit dem App Filer kann ich diese, dann direkt von Dropbox, in die iPad Foto App einfügen!

    Gruß
    DaPetra

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  10. #10
    Rhapsody
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    Avatar von Rhapsody
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    Einfacher gehts mit dem Filebrowser

    Zitat von DaPetra
    Hallo,

    also ich habe auch eine Weile probiert und bin zur Zeit soweit, dass ich die Bilder mit Aperture soweit aufbereite, Auflösung,Schärfe und so Dinge, diese Bilder dann exportiere und in einem Dropbox-Ordner speichere. Mit dem App Filer kann ich diese, dann direkt von Dropbox, in die iPad Foto App einfügen!

    Gruß
    DaPetra

    MacMini : iMac 24" : iPod Touch
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  11. #11
    luca mac
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    Hallo,

    ich möchte diesen Thread nochmal vorkramen. Habe nun ein ipad 3. Generation

    Ist es richtig, dass iTunes nun keine Veränderungen an grossen jpg-Dateien mehr vornimmt ?

    Ich arbeite viel mit Lightroom und dem Veröffentlichungsdienst, der Bildbearbeitungen jeweils in den entsprechenden Ordnern aktualisiert.

    Gibt es inzwischen was eleganteres als
    Lightroom > iPhoto > iTunes > iPad
    wenn ich parallel dazu auch iphoto-Ereignisse-Ordner auf dem ipad haben will ?

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  12. #12
    auti
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    Hmm ich hoffe ich bin hier richtig.

    Ich bekomm demnächst nun auch ein ipad und frag mich ob es möglich ist, auf der Couch zu sitzen und über mein ipad auf den Rechner zuzugreifen und dort meine Bildersammlung durchzugehen und zu löschen was nichts geworden ist? Hab noch zig Bilder vom letzten Urlaub, aber keine Zeit mich dafür stundenlang am PC aufzuhalten. So könnte man es bequem beim TV gucken machen...

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  13. #13
    ultima80
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    itunes nimmer leider immer eine Änderung an den JPGs vor, das kann man meinen Recherchen zu diesem Thema nach nicht selbst beeinflussen.

    Habe einen ähnlichen Workflow wie du, nur ich spare mit das iphoto und itunes "Geraffel".

    Lightroom Export -> Sync auf iPad mit App "Photo Transfer"
    http://itunes.apple.com/us/app/photo...365152940?mt=8

    Schnell, zuverlässig und geht mit jedem Rechner - brauchst nur WLAN. Upload und Download.


    Leider scheint mir das die JPGs auf diesem Wege auch "optimiert" werden. Aber die Synchronisation ist schneller und einfacher imho.

    Wenn jemand einen Weg findet oder kennt welcher es ermöglichte die unveränderten JPGs aus Lightroom (Teilweise 15-20 MB pro Bild) direkt auf das iPad zu bekommen der möge hier bitte zur Aufklärung beitragen.

    Danke

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  14. #14
    luca mac
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    Danke für den Hinweis auf das Programm. Das sieht schon mal schön einfach aus. Anders als Filebrowser.
    Frage hierzu: Habe ich dann meine Ordner im ipad oder geht alles ohne Ordner in die Fotoansicht von ipad ?


    Ich vermute das eine reine File-App KEINE Änderungen an JPGs machen wird. Daher stellt sich die Frage ob man mit so etwas besser bedient ist.
    Kann denn Filebrowser auch auf das ipad kopieren, oder ist es nur für Streaming ?
    Vor allen Dingen: Bleiben die Ordner in der ipad App "Fotos" erhalten ?

    Wenn jemand einen Weg findet oder kennt welcher es ermöglichte die unveränderten JPGs aus Lightroom (Teilweise 15-20 MB pro Bild) direkt auf das iPad zu bekommen der möge hier bitte zur Aufklärung beitragen.
    Oh ja, da kann ich mich nur anschliessen. Mit der Ergänzung: Fotos bleiben in Ordnern.

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  15. #15
    troubadix2004
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    am einfachsten photosync auf mac + ipad nutzen .. dann musst du nix konvertieren .. auf dem mac deine fotos einfach in ein verzeichnis packen welches photosync dann mit deinem ipad synchronisiert.

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