Zur Bewertung:
Nicht das Buch polarisiert, sondern einer der Autoren. ;-)
Ernsthaft, ohne ins Detail zu gehen: Es gibt eine gewisse zeitliche Korrelation zwischen meiner Beteiligung an Diskussionsthreads auf bestimmten Seiten und neuen Bewertungen des Buches auf Amazon. Von einem User wurde negative Bewertungen angekündigt, bevor das Buch auf dem Markt war … Aber ich denke, dass der aufgeklärte User ja auch die Bewertungen bewerten kann. Im Übrigen verkauft sich da Buch sehr gut.
Die Fehler sind übrigens keinesfalls zahlreich. Richtig ist, dass insbesondere im Kapitel 4 und 6 (IIRC) von mir die Namen der Instanzvariablen gewechselt wurden. Das habe ich während des Schreibens gemacht und dabei offenkundig nicht alle Stellen im Buch erwischt, so dass dort manchmal noch die alten Bezeichnungen stehen. Das mag den Anfänger zunächst verwirren, ich meine allerdings, dass es nachvollziehbar ist. Die Lektüre der Errata-Seite zum Buch wird natürlich dringend angeraten.
Auf deutsch – da besteht wohl Einigkeit – gibt es kein vergleichbares Werk. Alternativen wären englischsprachige Bücher wie etwa der Hillegass, der ein Standardwerk ist.
Zur Aktualität
Derzeit kranken alle Bücher daran, dass sie nicht aktuell sind. Der Leopard ist los … Es wäre auch erstaunlich, wenn es bereits ein aktuelles Leopard-Buch gäbe. Bedenke, wie das beim Verlag geht:
1. Autor schreibt Buch.
2. Lektor liest das Buch und schmeißt es mit beschimpfenden Anmerkungen dem Autor an den Kopf.
3. Autor schreibt das Buch neu.
4. Lektor hat sich wieder einbekommen und hat nur noch ein paar Anregungen.
5. Jetzt schmeißt der Autor das Buch dem Lektor an den Kopf
6. Autor und Lektor verlassen die Reha-Klinik.
7. Korrektor liest das Buch.
8. Autor übernimmt Korrekturanmerkungen
9. Layouter bekommt das Buch.
10. Autor streitet sich mit Layouter über das Cover.
11. Bücher werden wechselseitig geschmissen.
12. Es ist fertig!
Leopard kam Ende Oktober(?) Wie will man da drei Monate später ein Buch fertig haben.
Eigentlich ist das nicht schlimm, da sich technologisch gar nicht so viel getan hat. Die großen Neuerungen auf Leopard sind Objective-C 2.0 und GC. Beim ersten geht es vor allem um Bequemlichkeiten, beim zweiten um die Speicherverwaltung. Ich würde derzeit ohnehin anraten, in "Tiger-Technologie" zu programmieren, um dies auch zu unterstützen.
Das Problem liegt eher darin, dass sich das User-Interface des Interface Builders stark verändert hat. Die Abbildungen und teilweise die handwerklichen Schritte stimmen einfach nicht mehr. Es ist wohl die mit Abstand einfachste Lösung, Xcode 2.5 zu installieren und damit zu lernen.
Einen
Lernpfad wie von mir hier bereits beschreiben habe ich mal auf meiner Seite veröffentlicht.
So sollte der Einstieg eigentlich gelingen.
BTW: Das Buch ist kein völliges Einsteigerbuch. Etwas solltest du schon programmieren können. In der nächsten Auflage wird es deshalb ein Anfänger-Kapitel geben. Mit Xcode 2.5 kannst du auch meinen Tutorial
Absolute Beginner durcharbeiten. Dann gewinnst du auch gleich einen Eindruck in meine Sprache usw. und ob dir das zusagt.
Geld verdienen:
Wenn d gerade einsteigst, solltest du erst einmal das Trainieren deiner Fähigkeiten im Blick haben. Für ein rundes kommerzielles Produkt benötigst du schon OS-X-Erfahrung. Die Arbeit liegt häufig im Detail.
Natürlich gibt es auch kleine, feine Software, die aufgrund ihrer Idee toll ist. Aber Eile mit Weile …
Ansonsten nimmt die Mac-Verbreitung derzeit stetig zu. Es wäre also ein guter Einstiegszeitpunkt.